Donau-Auwald in Korneuburg wegen Eschensterben gesperrt

21. Dezember 2016, 12:04
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Lebensgefahr durch plötzlich umfallende Bäume – Pilzbefall und faulende Wurzeln

Korneuburg – Aufgrund plötzlich umstürzender Eschen ist der Auwald Korneuburg gesperrt worden. "Es besteht akute Lebensgefahr für alle Waldbesucher der Donau-Auwälder in Korneuburg", warnte das Stift Klosterneuburg, das einen Teil des Waldes besitzt. Zusätzlich zum Eschensterben aufgrund einer Pilzinfektion faulen die Wurzeln demnach unmittelbar am Stamm ab, sodass der Baum jeglichen Halt verliert und umfällt.

"Ohne jede Vorwarnung oder äußeren Grund (zum Beispiel Windangriff) kippen Eschen aller Größen und jeden Alters, teilweise noch belaubt, aus den Wurzeln", hieß es in der Aussendung am Mittwoch. Die Ursachen seien zur Zeit noch nicht bekannt. Aus den bereits eingeleiteten Untersuchungen des Bundesamtes für Wald erwarte man sich relevante Erkenntnisse zu baumrettenden Maßnahmen. "Es ist eine Naturkatastrophe und wir stehen dieser machtlos gegenüber. Wir kommen mit den forstlichen Arbeiten nicht nach", sagte Nikodemus Colloredo-Mannsfeld von der Guts- und Forstdirektion Sierndorf.

Bis auf weiteres gesperrte Flächen

"Im Interesse der Sicherheit haben wir die betroffenen Waldflächen in der Donau-Au Korneuburg bis auf weiteres gesperrt, der Eschen-Baumbestand wird bereits entfernt", erklärte Hubertus Kimmel, Forstleiter des Stiftes Klosterneuburg. "Am Waldrand bzw. Waldweg der gesperrten Forstreviere sind entsprechende Warn-Hinweistafeln aufgestellt, die es unbedingt ernst zu nehmen gilt."

Das Stift verwies auf eine offizielle Aufforderung der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg, Eschen zu entfernen. Die Donau-Auwald-Besitzer, dazu gehört auch der Forstbetrieb des Stiftes Klosterneuburg, sind laut Aussendung angehalten, ihre Eschen zuerst entlang von Wegen und dann auch im Wald selbst umzuschneiden und danach das Holz aus dem Wald zu entfernen. (APA, 21.12.2016)

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