Beckenbauer streitet Bestechung ab

21. Dezember 2016, 11:58
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"Kaiser" versicherte, in der Skandal-Causa um die Fußball-WM 2006 mit den untersuchenden Behörden zu kooperieren

Franz Beckenbauer hat sich seit langer Zeit erstmals wieder öffentlich zum Skandal um die Fußball-WM 2006 geäußert und betont, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei. "Die Vergabe der WM nach Deutschland war nach meinem besten Wissen und Gewissen nicht gekauft", schrieb der 71-Jährige in seiner letzten Kolumne für die Bild-Zeitung: "Wir wollten niemanden bestechen und wir haben niemanden bestochen."

Beckenbauer steht als ehemaliger WM-Bewerbungs- und späterer WM-OK-Chef seit geraumer Zeit in der Kritik. Bislang hat der "Kaiser" mit seinen Aussagen kaum zur Aufklärung der Affäre um das Sommermärchen beigetragen.

"Ich werde immer wieder gefragt, warum ich mich nicht ausführlicher öffentlich äußere. Die Antwort ist ganz einfach. Das kann ich guter Dinge nicht tun, bevor nicht die deutschen und Schweizer Behörden, mit denen ich im Übrigen natürlich kooperiere, ihre Untersuchungen beendet haben", so Beckenbauer in der Bild: "Das gebietet schon der Respekt vor den Behörden."

Nach wie vor ist ungeklärt, zu welchem Zweck rund um die Vergabe 6,7 Millionen Euro an Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam in Katar flossen. Zudem erhielt Beckenbauer für seine Tätigkeit als Präsident des WM-OK 5,5 Millionen Euro. Zuvor hatte es stets geheißen, er sei ehrenamtlich und ohne Honorar tätig gewesen. (sid, 21.12.2016)

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