Novomatic: Ex-Fußballer hat Anzeige am Hals

21. Dezember 2016, 09:01
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Barthold hatte Glücksspielkonzern und Partei angezeigt, nun wirft ihm Automatenjäger Schmidt Erpressungsversuch vor

Wien/Gumpoldskirchen – In der Causa um angebliche Schmiergeldzahlungen des Glücksspielkonzerns Novomatic an Ex-Politiker Peter Westenthaler (BZÖ) hat der ehemalige Fußballer und frühere Novomatic-Geschäftspartner Peter Barthold selbst eine Anzeige am Hals, schreibt "Österreich" (Mittwoch).

Die Sachverhaltsdarstellung sei von Gert Schmidts Firma Omni Media eingebracht worden. Schmidt macht seit Jahren auch im Namen von Novomatic Jagd auf illegale Glücksspielautomaten.

Laut Anzeige sei es Barthold gewesen, der Novomatic erpressen habe wollen, so die Zeitung. Der frühere Fußballer habe in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in Casinos verspielt, sei finanziell blank gewesen und habe bereits 2013 den Plan gefasst, "die Novomatic zu erpressen" und dafür "belastend wirkendes Material zu konstruieren".

Barthold hatte Novomatic und das BZÖ wegen Verdachts und Parteienfinanzierung und Untreue bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) angezeigt. Die Betroffenen haben die Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen. Nun ermitteln die Behörden. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung. (APA, 21.1.22016)

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