Bolivien weist Fluggesellschaft Schuld an Absturz zu

21. Dezember 2016, 07:19
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Maschine war mit Fußballmannschaft Chapecoense in Kolumbien verunglückt

La Paz/Bogota – Nach dem Flugzeugabsturz in Kolumbien hat die bolivianische Regierung der Fluggesellschaft LaMia die volle Verantwortung für das Unglück mit 71 Todesopfern zugewiesen. "Die Beweise sind schlüssig, die direkte Verantwortung für dieses Ereignis liegt beim Piloten und bei der Fluggesellschaft", sagte der Minister für öffentliche Dienste, Milton Claros, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in La Paz.

LaMia ist in Bolivien ansässig. Nach dem Flugzeugabsturz hatte die bolivianische Regierung dafür gesorgt, dass dem Unternehmen die Fluglizenz vorläufig entzogen wurde. Der Unternehmenschef wurde festgenommen ebenso wie sein Sohn, der bei der Flugaufsichtsbehörde arbeitete.

Gesamtes Team war an Bord gewesen

Eine LaMia-Chartermaschine vom Typ British Aerospace 146 war Ende November in den Bergen im Nordwesten Kolumbiens abgestürzt. An Bord war fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense. Die Sportler waren auf dem Weg zum Hinspiel des Finales um den Südamerika-Cup gegen den kolumbianischen Rivalen Atletico Nacional. Nur sechs Menschen überlebten das Unglück, darunter drei brasilianische Fußballspieler.

Dem Flugzeug war der Treibstoff ausgegangen, wie der Pilot kurz vor dem Absturz in einem Funkspruch mitteilte. Offenbar hatte das Flugzeug einen eigentlich vorgesehenen Zwischenstopp zum Auftanken ausgelassen. (APA, 21.12.2016)

  • Ein Archivbild von Ende November zeigt Blumen in einem Tornetz des Arena-Conda-Stadions in Chapeco.
    foto: ap photo/andre penner

    Ein Archivbild von Ende November zeigt Blumen in einem Tornetz des Arena-Conda-Stadions in Chapeco.

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