Tirol plant Umsetzung von Hospizkonzept bis 2018

20. Dezember 2016, 14:58
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Soll flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung garantieren

Innsbruck – Im Rahmen des Hospizkonzepts soll bis 2018 in ganz Tirol eine flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung garantiert sein. Das Bundesland übernehme damit österreichweit eine Vorreiterrolle, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei der Regierungspressekonferenz in Innsbruck. Weitere Maßnahmen zur Vervollständigung des Konzepts seien in der Regierungssitzung beschlossen worden, hieß es. In der Palliativmedizin steht Linderung von Beschwerden im Vordergrund, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist.

So sollen im ersten Quartal 2017 an der Kinderklinik am Landeskrankenhaus Innsbruck zwei Palliativbetten mit zusätzlichen Personalressourcen eingerichtet werden, erklärte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Gleichzeitig unterstütze der von Land und Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) finanzierte Gesundheitsfonds ein dort angesiedeltes mobiles Kinder-Palliativteam mit 100.000 Euro.

Hospizhaus in Hall ab 2018

Im Jahr 2018 soll zudem das neue Tiroler Hospizhaus in Hall in Betrieb gehen. 8,3 Millionen Euro des insgesamt 12,9 Millionen Euro schweren Projekts seien von der Landesregierung bereitgestellt worden. Eine ambulante Versorgung durch professionelle Palliativteams zu Hause oder im Heim werde bereits in den Bezirken Reutte, Lienz und Innsbruck-Land sowie der Landeshauptstadt angeboten. Eine landesweite und flächendeckende Ausweitung dieser mobilen Betreuung soll bis 2018 abgeschlossen sein, so Werner Salzburger, TGKK-Obmann.

"Im Tiroler Krankenanstaltenbettenplan ist die Schaffung von 40 speziell für die Palliativversorgung ausgestatteten Betten samt gesondert ausgebildetem Personal vorgesehen", führte Tilg weiter aus. Jeweils vier Betten in den Bezirkskrankenhäusern Lienz, Kufstein und Schwaz sowie 14 Betten am Landeskrankenhaus Innsbruck hätten bereits realisiert werden können. (APA, 20.12.2016)

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