EU wirft Facebook falsche Angaben bei Whatsapp-Kauf vor

20. Dezember 2016, 12:27
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Falsche Angaben über die Verknüpfung von Benutzerprofilen

Brüssel – Das US-Internetportal Facebook hat nach Ansicht der EU-Kommission bei der Übernahme von Whatsapp falsche Angaben über die Verknüpfung von Benutzerprofilen gemacht. Wie die Brüsseler Wettbewerbshüter am Mittwoch mitteilten, soll Facebook bis zum 31. Januar Stellung zu den Beschwerdepunkten nehmen. Nach Angaben der EU-Kommission hat der US-Konzern bei der Anmeldung der milliardenschweren Übernahme der Kommunikations-App 2014 erklärt, es sei nicht möglich, einen zuverlässigen automatischen Abgleich zwischen den Benutzerkonten beider Unternehmen einzurichten.

Die Möglichkeit dieses Abgleichs habe aber in Wahrheit bereits damals bestanden, kritisierte die EU-Behörde. "Daher befürchtet die Kommission zum jetzigen Zeitpunkt, dass Facebook der Kommission gegenüber vorsätzlich oder fahrlässig falsche oder irreführende Angaben gemacht und damit seine Verpflichtungen nach der EU-Fusionskontrollverordnung verletzt hat." Sollten sich diese Bedenken bestätigen, könne die Kommission eine Geldbuße von bis zu einem Prozent des Umsatzes von Facebook verhängen. (Reuters, 20.12.2016)

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