Berlin: N24-Zugriffsrekord auf Facebook, 781.000 bei vorverlegter "ZiB 2"

20. Dezember 2016, 13:58
5 Postings

N24 streamte live auf Facebook: 14,7 Millionen Zugriffe – ARD stoppte Rateshow, RTL ließ "Team Wallraff" ausfallen

Wien – 781.000 Menschen verfolgten am Montagabend die "ZiB 2", die der ORF wegen des Anschlags in Berlin auf 21.43 Uhr vorverlegte. "Reisezeit" über Lappland nahm der Küniglberg dafür aus dem Programm. Marktanteil der verlängerten "ZiB 2": 30 Prozent, fast das Doppelte von "Gotthardt" davor und gut das Doppelte des "Kulturmontag" im Anschluss.

Der ORF reagierte auf den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin zudem mit einem Kurzeinstieg der "ZiB 24" um 23.08 auf ORF 1, die "ZiB 24" selbst wurde verlängert. 107.000 waren im Schnitt dabei, der Marktanteil lag mit zwölf Prozent deutlich über den Programmen davor und danach.

Um 1.08 zeigte der ORF noch eine gut zehnminütige "ZiB"-Sondersendung; 39.000 verfolgten sie im Schnitt, Marktanteil: neun Prozent.

Puls 4 kündigt für Dienstag um 12.15 Uhr eine Sondersendung zu den Ereignissen in Berlin an. Der "Report"-Jahresrückblick um 20.15 Uhr im ORF wird sich ebenfalls eingangs Berlin widmen.

N24 live auf Facebook: 14,7 Millionen Abrufe

Der deutsche Nachrichtensender N24 streamte seine Live-Berichterstattung zum Breitscheidplatz auf Facebook. 14,7 Millionen Mal wurde das Livevideo abgerufen – laut meedia.de mehr als dreimal soviele wie das bisher erfolgreichste deutsche Live-Video auf Facebook.

Programme unterbrochen

Die ARD unterbrach Montagabend kurz nach 21 Uhr ihre Rateshow "Wer weiß denn sowas" mit aktueller Berichterstattung zum Anschlag in Berlin; das ZDF verlängerte das "Heute-Journal" und strich die US-Aktionkomödie "R.E.D. 2"; RTL nahm "Team Wallraff" aus dem Programm, das die Situation bei Fernbus-Unternehmen schildern sollte.

Das deutsche Branchenportal meedia kritisiert ARD und ZDF für ihre "späte" Reaktion auf den Anschlag. "Die Öffentlich-Rechtlichen wurden kalt erwischt", schreibt der Branchendienst und verweist auf den – Nachrichtensender – CNN. ZDF-Intendant Thomas Bellut verteidigt erklärt: "Wir haben uns entschieden erst Fakten zu sammeln, bevor wir Programm unterbrechen". (red, 20.12.2016)

  • Artikelbild
    foto: tvthek / orf / screenshot
Share if you care.