Sicherheitsunternehmen ÖWD: Verstärkte Nachfrage nach Drohnen-Abwehr

20. Dezember 2016, 11:07
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Salzburger Unternehmen hat eigene Projektgruppe eingerichtet

Das Sicherheitsunternehmen ÖWD mit Sitz in Salzburg ist eigenen Angaben zufolge vermehrt mit Nachfragen nach Drohnen-Abwehr konfrontiert, weil diese Fluggeräte von Firmen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen zunehmend als Bedrohung angesehen werden. Der ÖWD hat deshalb eine eigene Projektgruppe eingerichtet, informierte das Unternehmen in einer Aussendung.

"Wir spüren hier eine deutliche Zunahme der Anfragen, Drohnenabwehr ist in den USA längst ein großes Thema und das wird es bald auch bei uns", sagte ÖWD-Bereichsleiter Alfred Lozinsek. Die Bedrohung durch Drohnen sei vielfältig, sie reiche von möglichen Sprengstoff-Attentaten bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen oder Konzerten bis hin zur Attacke und Spionage in Rechenzentren." Auch beim Schmuggel, beispielsweise in Gefängnisse, könnten Drohnen zum Einsatz kommen.

Unterschiedlicher Audio-, Funk- und Videosensoren

Das vom ÖWD bei der Drohnenabwehr eingesetzte System kann unbemannte Flugobjekte anhand unterschiedlicher Audio-, Funk- und Videosensoren erkennen und identifizieren. Dabei werden unterschiedliche Typen von Drohnen erkannt. Die Fluggeräte werden identifiziert, um feststellen zu können, ob sie häufiger in der gleichen Gegend unterwegs sind. Auf diese Weise kann die von der Drohne ausgehende Gefahr besser eingeschätzt werden.

Bei einem konkreten Angriffsfall gebe es eine Vielzahl von Abwehrmöglichkeiten, so der ÖWD. Das beginnt damit, Menschen in Sicherheit zu bringen, der Drohne die Sicht zu versperren, Türen und Tore zu verschließen und das Gelände abzusuchen. Sollte dies nicht reichen, ermöglichen sogenannte "Jammer" beispielsweise, Funk- oder GPS-Signale des Flugobjekts zu stören. Aber auch eigene Fangdrohnen mit Netzen und der Abschuss durch Laser oder gar Feuerwaffen ist denkbar. "Wichtig ist hier in jedem Fall der ausschließliche Einsatz von Abwehrmaßnahmen im Rahmen aller entsprechenden Gesetze", so Lozinsek. (APA, 20.12. 2016)

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