Stöger-Plan: Mehr Urlaub, weniger Wochenarbeitszeit

20. Dezember 2016, 10:44
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Sozialminister bleibt dabei: Sechste Urlaubswoche wäre "attraktive Maßnahme"

Wien – Eine sechste Urlaubswoche und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich nannte Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Dienstagausgabe) als mögliche Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit.

"Es geht auch um die Frage, wie wir flexiblere Arbeitsformen zum Vorteil von Arbeitnehmern schaffen können, und nicht darum, dass die Flexibilität immer nur den Unternehmen nutzt", so Stöger. Die sechste Urlaubswoche "wäre für ein Tourismusland wie Österreich eine attraktive Maßnahme", denn dann hätten viele Arbeitnehmer eine zusätzliche Woche Skiurlaub.

12-Stunden-Arbeitstage schließe er nicht aus, "wenn wir von einer 36-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sprechen", so der Arbeitsminister. "Wenn ich an drei Tagen je zwölf Stunden arbeite und damit die Wochenarbeitszeit erledigt ist, dann kann man mit mir darüber reden."

Dem Koalitionspartner ÖVP wirft Stöger vor, überall zu blockieren, "wo es um Personengruppen geht, die mehr haben als die anderen". Das gelte auch für die Bankomatgebühr. Seiner Ansicht nach sollte auch das neue Kontomodell der Bawag verboten werden, bei dem nur eine Automatentransaktion im Monat inkludiert ist und für alle weiteren Abhebungen bezahlt werden muss. (APA, 20.12.2016)

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