Zell am See-Kaprun: Jodeln, röhren, japsen abseits der Piste

20. Dezember 2016, 15:22
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Ob im Jodelkurs, auf Tuchfühlung mit Wildtieren oder bei der Skitour im unberührten Gelände: In Zell am See-Kaprun gibt's auch neben der Piste einiges zu erleben

Holleridudödeldi: Mit der Jodelschule auf den Berg

Im Jodel-Workshop auf dem Zeller Hausberg Schmittenhöhe lernen die Gäste Juchizen und spezielle Atemtechniken vom Jodellehrer Toni Reitsamer. Auch interessante Fakten zur Geschichte der alpenländischen Gesangstechnik und verschiedene Jodelarten werden in dem einstündigen Kurs vermittelt. Treffpunkt für Winterwanderer und Skifahrer ist das Sonnkogel Restaurant auf dem Panoramaberg Schmittenhöhe in Zell am See. Die Teilnahmegebühr ist im Skiticket beziehungsweise in der Berg- und Talfahrt inkludiert.

Der Jodelkurs findet am 5. und 19. Januar, 9. und 23. Februar sowie am 9. und 23. März 2017 jeweils um 14.30 Uhr statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Audienz beim König der Wälder: Wildtierschaufütterung in Thumersbach

Bis zu 150 Wildtiere und der Urlauber ist hautnah dabei: Die Schaufütterung im Thumersbacher Winterwald in Zell am See-Kaprun ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Der Organisator der Abenteuertour, Gerhard Schaffer, ist Berufsjäger und für die Bewirtschaftung des Thumersbacher Reviers verantwortlich. Er begleitet die maximal zehnköpfige Besuchergruppe auf ihrer Entdeckungsreise durch die Wälder auf der Ostseite des Zeller Sees.

foto: schmittenhöhebahn ag
Jodeln

Abenteuer und Aufklärung gehen bei Schaffers Touren Hand in Hand: Es ist sein Ziel, die Besucher über das richtige Verhalten im alpinen Gelände zu unterrichten und über die Bedeutung der Tiere für die Erhaltung der Wälder in der Region aufzuklären. Das besondere Spektakel erleben die Urlauber von einer speziellen Beobachtungshütte aus. Angelockt durch Rufe des Fachmanns und das bekannte Geräusch des Traktors, mit dem das Futter transportiert wird, kommen bis zu 150 Tiere aus dem Dickicht des Waldes herbeigelaufen.

Währenddessen verteilt Gerhard Schaffer die Nahrung, eine Mischung aus Heu, Kraftfutter und Obst, in die Tröge. Die Abenteuertour bietet eine einmalige Gelegenheit, Wildtiere zu beobachten, die sich dem Menschen sonst nur selten zeigen: Neben dem auch "König der Wälder" genannten Rothirsch mit seinem gewaltigen Geweih sind junge Kälber, erfahrene Alttiere oder die als "Spießer" bezeichneten, männlichen Jungtiere zu sehen.

foto: jagdbetriebsgesellschaft/thumersbach-erlberg
Röhren

Die Tour, die inklusive Transport zum Fütterungsbereich rund drei Stunden dauert, startet am 21. Dezember 2016 und findet dann jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 12.30 Uhr statt. Treffpunkt für alle Teilnehmer ist an der Schranke kurz nach dem Waldheimhof in der Talstraße 177 in 5700 Zell am See. Um vorherige Anmeldung per Email wird gebeten: schaufuetterung@gmx.at.

Donnerstags wird aufgefellt: Geführte Skitour auf den Tristkogel

Ein Paradies mit Pulverschnee: Während der Wintersaison leiten jeden Donnerstag staatlich geprüfte Bergführer Skitouren auf den Tristkogel bei Kaprun. Auf dem Gipfel des 2.642 Meter hohen Berges werden die Sportler mit einem herrlichen 360-Grad-Panorama auf die höchsten Berge Österreichs belohnt. Bei der anschließenden Abfahrt über Tiefschneehänge erleben die Tourengeher ein einmaliges Skierlebnis im freien, unberührten Gelände.

foto: stephan obenaus
Japsen

Für die Tour mit dem erfahrenen Bergführer und die erforderliche Notfallausrüstung fallen Kosten in Höhe von 115 Euro pro Person an. Das Skiticket ist ebenso wie die Skitouren-Ausrüstung, die in Kaprun ausgeliehen werden kann, nicht im Preis inkludiert. Treffpunkt für Bergführer und Tourengeher ist donnerstags um 8.30 Uhr an der Talstation des Kitzsteinhorns. Nachdem die ersten Höhenmeter mit der Seilbahn zurückgelegt werden, beginnt der dreieinhalb Stunden dauernde Aufstieg am Langwiedboden in 1.976 Metern Höhe auf dem Kitzsteinhorn.

Um Anmeldung wird telefonisch unter +43 664 4308795 oder auf www.bergführer-zellkaprun.at bis 16.00 Uhr am Vortag gebeten. (red, 20.12.2016)

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