Verleger Mucha denkt über Verkauf, "Filetierung" oder Einstellung nach

20. Dezember 2016, 08:00
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Macher von "Extradienst", "FM": Mit 62 Jahren "hoch an der Zeit, über die eigene Zukunft nachzudenken"

Wien – Christian Mucha, Verleger von Branchenmagazinen wie "Extradienst", "Faktum" und "FM", denkt wieder einmal über seine künftige Betätigung nach, und diesmal offenbar deutlich konkreter als dann und wann in den 40 Jahren seines Verlags. Mucha bestätigt das auf STANDARD-Anfrage, will aber noch zu keinem Schluss gekommen sein. Er spannt den Bogen der "Möglichkeiten" weit – und ziemlich grundsätzlich.

"Verkauf, Reduzierung, Filetierung, MBO oder Einstellung"

Mucha will sich auf Anfrage so zitieren lassen: "Wenn man das 40-Jahr-Jubiläum feiert und 62 Jahre alt ist, dann ist es hoch an der Zeit, über die eigene Zukunft nachzudenken. Hier eröffnen sich diverse Möglichkeiten. Sie reichen vom Verkauf über Reduzierung des Volumens über Filetierung bis zum Management-Buy-Out oder der Einstellung des Unternehmens. 2017 wird das Jahr sein, in dem wir diese Entscheidungen fällen müssen."

Ausgangspunkt der STANDARD-Anfrage: Infos über die Beendigung einer Reihe von Dienstverhältnissen in Muchas Verlag und angebliche Überlegungen für die Einstellung der bisherigen Verlagsfirma im ersten Halbjahr 2017. Wobei Hefte aus dem Verlag nach diesen Ausgangsinformationen noch fortgeführt werden könnten.

"Organisationsbedingte Neustruktur"

Mucha verneint einen Zusammenhang mit seinen doch recht grundsätzlichen unternehmerischen Überlegungen, Teil 2 seines Statements: "Veränderungen in der Personalstruktur und einige altersbedingte Abgänge haben freilich nichts damit zu tun, sondern sind zum Teil Folge einer – organisationsbedingten – Neustruktur der Unternehmungen, die sich zum Löwenanteil im Eigentum der Mucha Privatstiftung befinden."

Stiftung, Holding, Verlag

Der Mucha Privatstiftung (Vorsitzender des Stiftungsvorstands: Anthony Guedes, Film Factory) gehören laut Firmenbuch 99,8 Prozent an der Mucha Holding, der Mucha Holding wiederum laut Firmenbuch 99,8 Prozent an der Mucha Verlag GmbH. Die jeweils fehlenden 0,2 Prozent an Holding und Verlag hält demnach Verleger Mucha.

Auf www.mucha.at sind unter dem Logo des Mucha-Verlags die Branchenmagazine "Extradienst", "Faktum" und "FM" angeführt, zudem "Elite".

Bootox

Der Mucha Privatstiftung gehören zudem 100 Prozent an der Bootox Gmbh, die – jedenfalls laut einem "Krone"-"Adabei"-Zitat Muchas – ein Wasserfahrzeug des Verlegers besitzt, auf dass sich das Bootskennzeichen mit Genehmigung für den Wörther See auch ohne größere Schwierigkeiten weitergeben lässt. (fid, 20.12.2016)

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