Ballons im Vorarlberg-Museum als Symbol für Aufbruch

19. Dezember 2016, 16:41
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Eine "Soziale Skulptur", gemeinsam mit der Künstlerin Ines Agostinelli von 600 Menschen geschaffen, schwebt durch das Vorarlberg-Museum

Bregenz – Sie sehen aus wie Miniatur-Heißluftballons, hängen an zarten Fäden und scheinen durch das Vorarlberg Museum zu schweben. Die Künstlerin Ines Agostinelli hat die Ballons mit mehr als 600 Menschen, Erwachsenen und Kindern als "Soziale Skulptur" geschaffen.

Die Mitwirkenden stammen aus verschiedenen Staaten und Kulturen, manche von ihnen sind erst vor kurzer Zeit geflüchtet. Gemeinsam haben sie sich in Workshops in ihrer Freizeit oder in der Schule mit dem Thema Flucht und Ankommen beschäftigt.

Miteinander schufen sie Ballons als Symbole für Aufbruch in neue und unbekannte Welten. Aber auch als Sinnbild für das Ausgeliefertsein. Einerseits den Elementen ausgeliefert, andererseits einer Informationsflut, die Urteilsfähigkeit Einzelner überfordert.

Ausgeliefert

Die Wahl des Materials – Zeitungen aus aller Welt, die zu Papiermaché verarbeitet wurden – erfolgte nicht zufällig. Denn das Thema Flucht zeige ein breites Spektrum der Welt, die, angesichts all der geopolitischen Vernetzungen, kaum mehr zu durchschauen sei, sagt die Künstlerin.

Die Ausstellung ist im Foyer des Vorarlberg-Museums bis 26. März 2017 zu sehen und kostenlos zugänglich. (Jutta Berger, 19.12.2016)

  • Unzählige Ballons begeistern Klein und Groß im Vorarlberg-Museum.
    foto: mark mosman

    Unzählige Ballons begeistern Klein und Groß im Vorarlberg-Museum.

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