Deutsche sehen keinen Nutzen in mobile Payment

19. Dezember 2016, 12:39
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Ablehnung über alle Altersgruppen hinweg – Nur 4 Prozent wollen per Smartphone bezahlen – Deutschland in Europa Schlusslicht – Japan weltweit Spitzenreiter

Im mobilen Bezahlen etwa per Smartphone sieht die überwiegende Mehrheit der Verbraucher in Deutschland laut einer aktuellen Studie keinen Nutzen. In allen Altersgruppen stoße diese Zahlungsart auf Zurückhaltung, ergab eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte. Nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz verwendet demnach solche Bezahlmethoden.

"Die Ergebnisse der Studie sind für Anbieter mobiler Bezahlsysteme ernüchternd", sagte Klaus Böhm, Direktor bei Deloitte. Ein Durchbruch scheine in weiter Ferne zu liegen.

Schlusslicht in Europa

Im europäischen Vergleich bildet Deutschland damit das Schlusslicht. Nur vier Prozent der Deutschen wollten per Smartphone im Geschäft bezahlen. Weltweiter Spitzenreiter sei dagegen Japan, hier nutze gut die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) die Möglichkeit des Bezahlens mit dem Mobiltelefon.

Zwar spielten auch Sicherheitsbedenken eine wichtige Rolle, das Hauptargument gegen das Bezahlen per Smartphone sei jedoch der fehlende erkennbare Mehrwert. Knapp die Hälfte der Befragten nennt diesen Grund, etwa einem Zehntel fehlt es an entsprechenden Akzeptanzstellen, oder sie finden das Verfahren zu kompliziert. Für die Anbieter gelte es, Übersichtlichkeit zu schaffen, etwa durch flächendeckende Angebote gemeinsam mit Partnern, rät Deloitte.

Für die Ergebnisse in Deutschland wurden nach Angaben von Deloitte knapp über 2.000 Nutzer befragt, die Studie sei damit repräsentativ. (APA, 19.12. 2016)

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