Ein Zehntel Chinas liegt unter Smog-Glocke

19. Dezember 2016, 10:42
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Seit Freitag gilt in 23 Städten höchste Alarmstufe – Krankenhäuser mit Patienten überfüllt, die unter Atemwegserkrankungen leiden

Peking – Überfüllte Krankenhäuser, gestrichene Flüge und gesperrte Schnellstraßen: Viele Städte Chinas haben erneut wegen starken Smogs die höchste Alarmstufe ausgerufen. In insgesamt 23 Städten gilt seit Freitag und noch bis Mittwoch Alarmstufe Rot, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Insgesamt ein Zehntel der Volksrepublik war demnach von Smog betroffen.

In Peking maß die US-Botschaft am Montag eine Feinstaub-Belastung von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter – sie war damit niedriger als erwartet, erreichte aber immer noch das Achtfache des von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Grenzwerts. Pekings Meteorologen warnten jedoch, dass der giftige Smog bis Montagabend weiter zunehmen werde.

Am schlimmsten schien die Lage in der rund hundert Kilometer weiter östlich gelegenen Hafenstadt Tianjin zu sein. Dort erreichten die Werte nach Angaben des staatlichen Fernsehens 400 Mikrogramm pro Kubikmeter. Seit Beginn des Smogalarms wurden 180 Flüge gestrichen und fast alle Schnellstraßen in der Region geschlossen. Die Krankenhäuser seien mit Patienten überfüllt, die unter Atemwegserkrankungen litten, berichtete die "Volkszeitung".

Vor einem Jahr war zum ersten Mal seit Inkrafttreten eines Maßnahmenkatalogs zum Kampf gegen Luftverschmutzung im Jahr 2013 die höchste Smog-Alarmstufe ausgerufen worden. Verantwortlich für den Smog ist vor allem Chinas hoher Kohleverbrauch beim Heizen und der Energiegewinnung. (APA, 19.12.2016)

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    foto: apa/afp/str
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