"Vanity Fair" gewinnt 13.000 Neu-Abonnenten nach Trump-Schimpferei

18. Dezember 2016, 16:20
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Wutausbruch des künftigen US-Präsidenten nach einer vernichtenden Restaurantkritik

Washington – Ein harscher Kommentar des künftigen US-Präsidenten Donald Trump über die angeblich schlechte Wirtschaftslage des Magazins "Vanity Fair" hat diesem einen Rekord an Neu-Abonnenten beschert. Trump hatte sich erbost über die Zeitschrift geäußert, nachdem dort eine schlechte Kritik zu einem seiner Restaurants erschienen war.

"Hat sich irgendwer die richtig schlechten Verkaufszahlen vom @VanityFair Magazine angesehen?", fragte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es gehe bergab, das Magazin habe "große Probleme", es sei tot, echauffierte sich der gewählte Präsident am frühen Donnerstagmorgen. Vanity-Fair-Chef Graydon Carter, mit dem Trump seit Jahrzehnten über Kreuz liegt, habe "keinerlei Talent" und werde bald "raus" sein.

Ausgelöst wurde Trumps Wutausbruch durch eine Restaurantkritik, in der das Bistro "Trump Grill" im New Yorker Trump Tower das "womöglich schlechteste Restaurant Amerikas" genannt wurde. In ihrem Artikel, der nach Trumps unfreiwilliger Werbung bereits mehr als eine Million Klicks im Internet hatte, zog die Politikredakteurin Tina Nguyen mehrere Parallelen zwischen der Mittelmäßigkeit der angebotenen Speisen und der mutmaßlichen Mediokrität des künftigen Obersten Befehlshabers der USA.

Dem Magazin aus dem Hause Conde Nast brachte die Reaktion Trumps allein in 24 Stunden 13.000 neue Abonnenten, wie eine Sprecherin sagte. Auf der Website wirbt "Vanity Fair" nun mit dem Spruch für sich, es sei das "Magazin, von dem Trump nicht will, dass Sie es lesen". (APA, AFP, 18.12.2016)

  • Medien können sich freuen, wenn er über sie schimpft: Donald Trump.
    foto: ap/evan vucci

    Medien können sich freuen, wenn er über sie schimpft: Donald Trump.

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