Google, Apple und Co: Würden keine Muslimen-Datenbank unterstützen

18. Dezember 2016, 10:04
6 Postings

Der designierte US-Präsident Donald Trump sorgte mit Vorschlägen in diese Richtung für Aufregung

Die Idee eine Datenbank für in den USA lebende Muslime aufzubauen steht seit einiger Zeit im Raum. Bislang gibt es zwar keine konkreten Pläne dafür, US-Konzerne haben aber bereits festgehalten, dass sie ein solches Vorhaben ablehnen würden.

Bisher noch keine Anfragen

Auf Anfrage von "Buzzfeed News" haben Apple, Google, Uber und IBM klargestellt, dass sie ein derartiges Projekt nicht unterstützen und keine Daten dazu liefern würden. Anfragen diesbezüglich habe es bisher noch keine gegeben. Facebook und Microsoft hätten zunächst keinen Kommentar abgeben wollen, danach aber ebenfalls gesagt, dass sie beim Aufbau eines solchen Registers nicht helfen würden. Nur Amazon und Oracle gaben keine Stellungnahme ab. Bereits zuvor hatte Twitter auf Anfrage von "The Intercept" gesagt, dass man nicht bei einem solchen Projekt mitarbeiten würde. Andere Konzerne hatten sich damals noch zurückhaltend geäußert.

Die Diskussion war nach Äußerungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump in diese Richtung losgetreten worden. Er hatte eine Datenbank für syrische Flüchtlinge vorgeschlagen. Kris Kobach, Staatssekretär in Kansas, sprach nach der Wahl von einer möglichen Datenbank für in den USA lebende Muslime, die nach dem Vorbild des National Security Entry-Exit Registration Systems geführt werden könnte. Bis April 2011 wurden darin Personen ohne US-Staatsbürgerschaft in den USA registriert. Auf Nachfrage hatte Trump jedoch dementiert, dass eine solche Datenbank in Planung sei.

Erst vergangenen Dienstag hatte Trump die CEOs der Tech-Konzerne zu sich in den Trump Tower geladen. Thema waren vorrangig das Schaffen neuer Jobs und das Wirtschaftswachstum. (red, 18.12.2016)

  • Donald Trump, Investor Peter Thiel und Apple-CEO Tim Cook (von links) beim Treffen im Trump Tower am vergangenen Dienstag.
    foto: reuters/shannon stapleton

    Donald Trump, Investor Peter Thiel und Apple-CEO Tim Cook (von links) beim Treffen im Trump Tower am vergangenen Dienstag.

Share if you care.