Austria mit 2:0 gegen Mattersburg in die Winterpause

17. Dezember 2016, 20:37
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Tore durch Venuto und Filipovic – Mattersburg schon vier Punkte von Nicht-Abstiegsplatz entfernt

Wien – Die Austria hat sich am Samstag mit einem Sieg in die Winterpause der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Die Wiener gewannen in der 20. Runde im Happel-Stadion gegen den SV Mattersburg durch Tore von Lucas Venuto (53.) und Petar Filipovic (57.) mit 2:0 und gehen damit als Tabellenvierter ins neue Jahr. Dem Schlusslicht aus dem Burgenland hingegen fehlen nun schon vier Punkte aufs rettende Ufer.

Die Gastgeber erwischten einen guten Start und wurden erstmals in der 11. Minute gefährlich, als SVM-Goalie Markus Kuster bei einem Schuss von Alexander Grünwald aus relativ spitzem Winkel zur Stelle war. Fünf Minuten später knallte Larry Kayode den Ball nach Vorlage von Felipe Pires aus guter Position weit über die Latte.

Erst nach rund 25 Minuten fanden die Mattersburger besser ins Spiel und kamen der Führung prompt ganz nahe. Nach einer Flanke von Fran war Austria-Goalie Osman Hadzikic bei einem Kopfball von Florian Templ bereits geschlagen, doch Jens Stryger Larsen rettete auf der Linie (28.). Eine Minute später hatte Hadzikic bei einem eher harmlosen Freistoß von Jano Probleme.

Venuto und Filipovic

Gegen Ende der ersten Hälfte wurde die Austria wieder druckvoller, mehr als ein Kopfball von Venuto knapp neben das Tor (45.) schaute aber vorerst nicht heraus. Die Tore fielen dann nach dem Seitenwechsel, und das auf eher kuriose Art und Weise. Jano spielte einen unfreiwilligen Doppelpass mit Venuto, und der Brasilianer schlenzte den Ball überlegt ins lange Eck (53.).

In der 57. Minute riskierte Tarkan Serbest nach einem zu kurz abgewehrten Eckball einen Weitschuss, der vom – möglicherweise im Abseits stehenden – Filipovic entscheidend ins Tor abgefälscht wurde. Die Mattersburger reklamierten danach ein Handspiel des Austria-Innenverteidigers, Schiedsrichter Alexander Harkam fragte bei Filipovic nach, bekam versichert, dass alles in Ordnung gewesen sei und gab daraufhin das Tor.

Ein bisschen brenzlig

Durch diesen Doppelschlag war die Partie entschieden. Die Austria verwaltete den Vorsprung geschickt, und die Mattersburger konnten nicht mehr zusetzen. Am brenzligsten wurde es für die "Veilchen" noch bei einem Kopfball von Markus Pink (70.) und einem Flachschuss von Markus Perlak (88.), beide Male war Hadzikic auf dem Posten. Auf der Gegenseite ließen Kayode (82.) und Pires (86.) Chancen auf einen höheren Sieg aus.

Der erste Erfolg der Austria nach zuletzt zwei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge geriet dennoch nie in Gefahr, womit die Violetten gegen Mattersburg seit zwölf Liga-Partien ungeschlagen sind und elf davon gewonnen haben. (APA, 17.12.2016)

Fußball-Bundesliga – 20. Runde: FK Austria Wien – SV Mattersburg 2:0 (0:0). Wien, Ernst-Happel-Stadion, 4.751 (richtig), SR Harkam

Tore: 1:0 (53.) Venuto

2:0 (57.) Filipovic

Austria: Hadzikic – Larsen, Windbichler, Filipovic, Martschinko – Serbest, Holzhauser – Venuto (88. Tajouri), Grünwald, Pires – Kayode

Mattersburg: Kuster – Novak, Malic (60. Perlak), Rath, Maksimenko – Höller (70. Röcher), Jano, Erhardt, Fran – Templ (63. Pink), Bürger

Gelbe Karten: keine bzw. Höller, Bürger

Stimmen:

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Es war ein schwieriges Spiel. Mattersburg hat hervorragend verteidigt. In der ersten Hälfte war eine brenzlige Situation für uns dabei. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft dann aufs Tempo gedrückt. Sie wollte im letzten Spiel in diesem Jahr unbedingt einen Sieg. Wir hätten noch höher gewinnen können. Ich denke, das Resultat war aber gerecht. Was die Mannschaft im Herbst geschafft hat, war schon sehr gut."

Petar Filipovic (Austria-Spieler) zu seinem Tor zum 2:0: "Der Ball hat mich am Oberarm getroffen, aber ich hatte ihn klar angelegt, das habe ich auch dem Schiedsrichter gesagt. Es ging alles sehr schnell. Ich denke, es war ein reguläres Tor."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Es war ein verdienter Sieg der Austria. Für mich war klar, dass sie uns im Ballbesitz überlegen sind. In der ersten Hälfte haben wir das in der Defensive noch im Griff gehabt, in der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so präsent. Wir haben der Austria zu viele Räume gegeben, die sie genutzt hat. Das erste Tor war unglücklich, das haben wir selbst vorbereitet. Das zweite war für mich nicht regulär. Wenn es weiter 0:1 gestanden wäre, hätten wir noch die Möglichkeit zum Ausgleich gehabt. Wir hatten zu viele Einzelaktionen und haben nicht als Mannschaft agiert. Wenn man es als Mannschaft nicht auf den Platz bringt, hat man individuell gegen die Austria keine große Chance."

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