Salzburg legt mit lockerem 3:0 gegen WAC vor

17. Dezember 2016, 20:33
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Minamino-Doppelpack sorgt früh für klare Verhältnisse – Erstmals vier Ligasiege für Salzburg en suite

Salzburg – Meister Salzburg hat sich standesgemäß in die Winterpause verabschiedet. Die "Bullen" feierten am Samstag in der 20. und letzten Bundesligarunde des Jahres einen lockeren 3:0-(3:0)-Heimsieg gegen den WAC und übernahmen einen Punkt vor Sturm zumindest bis Sonntag die Tabellenspitze. Altach kann Salzburg aber mit einem Heimsieg über Rapid zum Abschluss der Runde noch die Winterkrone entreißen.

Ein Blitz-Doppelpack von Takumi Minamino (6., 8.) sorgte für frühe Klarheit, ein abgefälschter Freistoß von Andreas Ulmer (41.) machte den vierten Ligasieg der Gastgeber perfekt – und damit die längste Erfolgsserie 2016/17. Die Revanche für die bisherigen Punkteteilungen mit den "Wölfen" in dieser Saison fiel deutlich aus, für den WAC war es die dritte Schlappe en suite bzw. die fünfte in den jüngsten sechs Partien. Der Vorsprung des Siebenten auf den letzten Platz beträgt acht Punkte.

Minamino zeigt auf

Für die Kärntner wurde der Auftritt vor 4.681 Zuschauern aufgrund der Ausfälle von zehn Akteuren bzw. sechs Stammspielern zur einer doppelt schweren Angelegenheit. Und die war eigentlich schon nach acht Minuten erledigt. Minamino war nach einer schön herausgespielten Aktion mit einem Flachschuss aus 20 Metern zu Stelle, nur 115 Sekunden später knallte er eine Direktabnahme nach Assist von Valon Berisha von innerhalb des Strafraums unter die Latte.

Goalie Alexander Kofler war chancenlos und über 90 Minuten doch der beste Mann des WAC. Gegen Hee-chan Hwang parierte er aus Kurzdistanz (27.) und vereitelte kurz vor der Pause eine weitere Möglichkeit des Südkoreaners (42.). Eine Minute zuvor war er bei einem abgefälschten Ulmer-Freistoß allerdings auf verlorenem Posten gestanden.

Salzburg waren vier Umstellungen im Vergleich zum 1:0 gegen Sturm nicht anzumerken: Andre Wisdom rückte für den gesperrten Dayot Upamecano in die Innenverteidigung, rechts außen ersetzte Christian Schwegler den erkrankten Stefan Lainer, im zentralen Mittelfeld agierte Josip Radosevic statt Konrad Laimer. Und Takumi Minamino (für Mittelfeldmann Xaver Schlager) bildete mit Hwang das Sturmdo. Womit einmal mehr in diesem Herbst eine in dieser Zusammensetzung neue Salzburger Elf am Platz stand.

Der WAC, der nach dem zweiten Gegentor von einem 4-1-4-1 auf ein 4-4-2 umgestellt hatte, erholte sich vom Drei-Tore-Rückstand wie erwartet nicht mehr – auch, wenn sich die Gäste redlich mühten, zumindest zu einem Tor zu kommen. Salzburgs Tormann Alexander Walke musste nur einmal – gegen Christoph Rabitsch (55.) – eingreifen. Vielmehr hatten Paulo Miranda (52.), Ulmer (55.), Minamino (64., 77.) gute Möglichkeiten, weiter zu erhöhen, ließen es letztlich aber an letzter Konsequenz bzw. Konzentration vermissen. (APA, 17.12.2016)

Fußball-Bundesliga, 20. Runde: Salzburg – WAC 3:0 (3:0). Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 4.681, SR Hameter.

Tore: 1:0 ( 6.) Minamino

2:0 ( 8.) Minamino

3:0 (41.) Ulmer

Salzburg: Walke – Schwegler, Wisdom, Miranda, Ulmer – Lazaro, Radosevic (76. Laimer), Samassekou, V. Berisha (90. Gulbrandsen) – Minamino (85. Wolf), Hwang

WAC: Kofler – Zündel, Sollbauer, Baldauf, Palla (74. Augustin) – Standfest – Hellquist, G. Nutz, Offenbacher (46. Rabitsch), Sanogo – Prosenik (89. Prohart)

Gelbe Karten: Wisdom bzw. Standfest, Rabitsch

Stimmen:

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Wir wollten dieses Spiel gut anfangen und intensiv agieren, uns viele Chancen herausspielen, weil wir wussten, wie schwer es ist, gegen den WAC Tore zu machen. Nach dem 2:0 hat sich meine Mannschaft ein wenig entspannt. Das hat mir nicht gut gefallen. In der zweiten Hälfte ist der WAC defensiv besser gestanden, aber wir hatten das Spiel unter Kontrolle."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Das Spiel hat sehr eisig und kalt für uns angefangen. Wir wollten eigentlich stabil bleiben. Aber mit zwei Situationen haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Da haben sich einige Spieler ein paar Meter erspart, das geht hier in Salzburg nicht. Das hätten wir ganz anders verteidigen müssen. In der zweiten Hälfte war eine ganz andere Energie in der Mannschaft, da haben wir geschaut, dass wir nicht eine höhere Packung bekommen. Wenn heute alle daran geglaubt hätten, wäre hier schon etwas möglich gewesen. Generell muss die Mannschaft ganz anders auftreten. Sollte jemand aufmucken, wird er bei uns nicht überleben."

  • Minaminos Freud ist Standfests Leid.
    foto: apa/krug

    Minaminos Freud ist Standfests Leid.

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