USA erhöhen Kopfgeld für IS-Anführer Bagdadi auf 25 Millionen Dollar

16. Dezember 2016, 19:44
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Pentagon: Jihadist für Tod tausender Zivilisten verantwortlich

Washington – Die USA haben das Kopfgeld für die Ergreifung des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi mehr als verdoppelt. Für Informationen, "die zur Lokalisierung, Festnahme oder Verurteilung" Al-Baghdadis führen, stehen jetzt 25 Millionen Dollar (knapp 24 Mio. Euro) bereit, wie das US-Außenministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Unter Al-Baghdadi sei die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) verantwortlich für den Tod von tausenden Zivilisten im Nahen Osten sowie für die "brutale Ermordung zahlreicher Geiseln aus Japan, Großbritannien und den USA", erklärte das Pentagon. Zudem habe die Miliz Chemiewaffen im Irak und in Syrien eingesetzt und Terroranschläge jenseits der Grenzen ihres selbsterklärten Kalifats "ermöglicht oder angeleitet".

Im Juni 2014, kurz nach der Eroberung der irakischen Stadt Mosul durch den IS, hatte Al-Baghdadi dort in einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte das "Kalifat" des IS in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen. In dem bisher einzigen Video ist ein Mann mit schwarzgrauem Bart, schwarzem Mantel und schwarzem Turban zu sehen.

Das Herrschaftsgebiet des "Kalifats" war zuletzt erheblich geschrumpft. Nachdem irakische Regierungstruppen die sunnitische Extremistengruppe aus Städten wie Falluja vertrieben haben, ist Mosul die letzte große Stadt im Irak, die noch von ihr kontrolliert wird. Im vergangenen Monat richtete Al-Baghdadi in einer seltenen Audiobotschaft einen Durchhalteappell an die IS-Kämpfer in Mosul. Ob er sich in der belagerten Stadt aufhält, ist aber unklar.

Nach irakischen Regierungsangaben wurde Al-Baghdadi 1971 in Samarra geboren. Demnach hat er vier Kinder mit seiner ersten Frau: zwei Buben und zwei Mädchen, geboren zwischen 2000 und 2008. Einem irakischen Geheimdienstbericht zufolge hat er einen Doktor in Islamstudien und war Professor an der Universität von Tikrit. Offenbar schloss er sich nach der US-Invasion im Irak im Jahr 2003 den Aufständischen an und verbrachte einige Zeit in einem US-Militärgefängnis. (APA, 16.12.2016)

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