Oberösterreich: Gemeindeprüfer zeigte Vorgesetzte an

16. Dezember 2016, 15:24
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Zeitung: Wegen entschärfter Prüfungsfeststellungen – Verlangt zudem über 325.000 Euro Schadenersatz wegen Mobbings

Wels – Ein oberösterreichischer Gemeindeprüfer hat seine Vorgesetzten wegen Amtsmissbrauchs angezeigt. Sein Vorwurf: Prüfungsfeststellungen, die ÖVP-Funktionäre belasteten, seien entschärft worden. Der Mann verlange zudem über 325.000 Euro Schadenersatz, weil er im Zuge der Causa gemobbt und versetzt worden sei, berichtete die "Krone" (Freitag-Ausgabe).

Seit dem zweiten Halbjahr 2013 soll es zwischen dem Prüfer und seinen Vorgesetzten immer wieder zu Auffassungsunterschieden über Prüfungsfeststellungen gekommen sein – nämlich dann, wenn es um von ihm aufgezeigte Verfehlungen von ÖVP-Funktionären gegangen sei.

"Von meinen Vorgesetzten wurden ÖVP-Politiker belastende Prüfungsfeststellungen abgeändert bzw. ganz gestrichen, was ich als Verfasser der Berichte nicht sofort akzeptierte", wird der Mann in der Zeitung zitiert. So sei er "ins Abschussfeld der ÖVP-Politiker" gekommen und "starken politisch motivierten Mobbingattacken ausgesetzt" gewesen. Er habe schließlich einen "unerwarteten, ungewollten, erzwungenen Jobwechsel hinnehmen müssen."

Wenn es Veränderungen an Prüfberichten gegeben haben sollte, dann nur aus formalen und nicht aus inhaltlichen Gründen, zitierte die "Krone" eine Stellungnahme das Landes. Die Causa liegt bei der Staatsanwaltschaft Wels, bei der die APA am Freitag vorerst niemanden für eine Bestätigung erreicht hat. (APA, 16.12.2016)

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