Auch ORF-Publikumsrat stimmte für Gebührenerhöhung

16. Dezember 2016, 12:43
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Nächste Etappe: Medienbehörde prüft binnen drei Monaten

Wien – Nach dem Stiftungsrat am Donnerstag stimmte auch der Publikumsrat mit klarer Mehrheit für die Gebührenerhöhung um 6,5 Prozent auf 17,20 Euro ab Mai 2017. Das zweite ORF-Gremium hätte die Erhöhung nur bis zu einem Beharrungsbeschluss des Stiftungsrats verzögern können. Vier Publikumsräte stimmten dagegen, einer enthielt sich.

Zuviel

Susanne Fürst (FPÖ), Hanneliese Kreissl-Wurth (Team Stronach) und Hanns Palme (Neos) lehnten die Gebührenerhöhung ab – wie die Vertreter dieser Parteien im Stiftungsrat.

Zuwenig

Eva Blimlinger (Grüne) stimmte dagegen, sie hätte eine deutlichere Erhöhung befürwortet. Mit der Begründung enthielt sich der Grünen-Vertreter Wilfried Embacher am Donnerstag im Stiftungsrat.

Enthalten

Publikumsrat Gerald Netzl (SPÖ-naher Elternvertreter) enthielt sich.

Nach dem Okay des Publikumsrats will der ORF den Beschluss über die Gebührenerhöhung noch am Freitag der Medienbehörde Kommaustria übermitteln. Sie hat drei Monate Zeit für die Prüfung.

Der Publikumsrat verband die Zustimmung zu höheren Gebühren mit einer Resolution, die dem ORF eine Reihe von Programmmaßnahmen mit der Erhöhung empfiehlt, im O-Ton:

  • ein Medienmagazin im Fernsehen
  • Service-Berichterstattung für junge Zielgruppen auf ORF 1
  • einen Ausbau der Dokumentationen (z.B. Regional- und Auslandsdokumentationen)
  • Einrichtung eines Wissenschaftsarchivs in der TVthek
  • Schwerpunktberichterstattung zu den Themen Integration und Digitalisierung

(red, 16.12.2016)

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