Netflix oder Amazon Prime statt GIS-Gebühr

    16. Dezember 2016, 09:29
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    Amazon erhöht den Druck auf die Konkurrenz und ist mit seinem Streamingangebot klar die Nummer zwei auf dem Markt

    Sich die GIS-Gebühr zu sparen und trotzdem TV zu sehen ist seit Juli 2015 kein allzu großer Aufwand mehr. Damals entschied der Verwaltungsgerichtshof, dass Computer mit Internetanschluss "keine Rundfunkempfangsgeräte" sind und daher die Gebühr nicht fällig wird, wenn man das ORF-Angebot via Stream nutzt. Das machen mittlerweile auch immer mehr Seher. Für sie hat die ORF-TVThek am Smartphone oder Laptop den Fernseher ersetzt, schließlich kann man Informationssendungen und Sportevents auch dort live verfolgen. Besonders unter Studenten ist diese Art des Sparens populär.

    Stattdessen geben sie ihr Geld lieber für Accounts bei Videostreaming-Anbietern aus, die man mit Freunden oder Familienmitgliedern teilen kann.

    Netflix brachte "Binge-Watching"

    Insbesondere Netflix hat das Videoschauen in den letzten Jahren revolutioniert. Mit dem Dienst bekommt man tausende Blockbuster zum Pauschalpreis und kann stundenlang angesagte Serien am Stück verfolgen. Netflix brachte auch neue Fernsehgewohnheiten. Mit "Binge-Watching" hat das Unternehmen einen Trend geprägt, der offensichtlich in die aktuelle Lebenswelt passt. Immer mehr Zuseher sehen sich mehrere Serienfolgen oder gleich eine ganze Staffel am Stück an.

    Amazon tritt an

    Im Windschatten von Netflix wächst derzeit das Videoangebot von Amazon recht ordentlich. Nutzerzahlen will das Unternehmen dem WebStandard zwar keine nennen, aber der Dienst des Onlinehändlers ist klar die Nummer zwei auf dem Markt. Diese Woche startete Amazon Prime Video in über 200 Ländern, ein Schritt, der den Druck auf Netflix erhöht.

    In Österreich ist das Angebot schon länger Teil von Amazon Prime. Das Service bietet zusätzlich auch Musik-Streaming, kostenlose Lieferung von Bestellungen und weitere Angebote. Auch stehen aktuelle Blockbuster gegen eine Leihgebühr oder zum Kauf zur Verfügung. Ab Februar 2017 wird der Preis für all das allerdings leicht erhöht, ein Jahresabo soll dann 69 Euro statt wie bisher 49 Euro kosten. Zum Vergleich: Netflix kostet in der günstigsten Variante derzeit 7,99 Euro pro Monat.

    Netflix punktet mit "House of Cards"

    Amazon hat beim seinem Serien- und Film-Angebot die Nase in Österreich vorn, da es eine größere Auswahl gibt. Netflix kann hingegen mit Eigenproduktionen wie "House of Cards" punkten. Allerdings zeigt mittlerweile auch Amazon, dass man Straßenfeger produzieren kann. So wurde die Serie "Transparent" mit mehreren Emmys ausgezeichnet. (sum, 16.12.2016)

    • Diese Woche startete Amazon sein Videoangebot in weiteren Länder.
      foto: amazon

      Diese Woche startete Amazon sein Videoangebot in weiteren Länder.

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