"Internet für Alle": Gratis-Training feiert fünfjähriges Bestehen

15. Dezember 2016, 13:56
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Seit Herbst 2011 Angebote für alle Altersgruppen – mittlerweile in ganz Österreich verfügbar

Mehr als 8.000 kostenlose Kurse, 3.300 freiwillige Mitarbeiter, 100.000 Teilnehmer: Die Bilanz der Initiative 'Internet für Alle' nach einem halben Jahrzehnt spricht dafür, dass sich die digitale Kluft bundesweit verringert hat. Die Schulungen richten sich an alle Altersgruppen und Wissensstände, erläuterte das Telekommunikationsunternehmen A1 bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien.

Neben dem umfassenden Kursangebot, das den Bogen zwischen Einsteiger-Workshops für Senioren bis hin zu Fotobuch-Gestaltung, Programmieren oder auch Online-Shopping oder Social Media spannt, bietet A1 nachmittags ein "offenes Haus" Die Niederschwelligkeit – jeder ist willkommen – bedeutet für viele Menschen den einzigen Zugang zur digitalen Welt. Sie würden sonst den Anschluss an diese Thematik verlieren – oder gar nicht erst finden, zeigten sich die Experten überzeugt.

"Digitalisierung verändert alle Bereiche"

"Heutzutage bedeutet Internetzugang auch Zugang zu Arbeitsmarkt, Bildung und Wissen" so Muna Duzdar (SPÖ) in ihrer Eigenschaft als Staatssekretärin für Digitalisierung vor Medienvertretern. "Wir erleben hier einen sehr, sehr starken Wandel." Dabei dürfe keiner zurückbleiben – denn es gehe um Teilhabe, besonders für ältere Menschen und bildungsbenachteiligte Gruppen.

"Die Digitalisierung durchflutet und verändert alle Bereiche". Auch deren Gefahren dürfe man nicht unterschätzen – Stichwort digitale Zivilcourage. Zu den unzähligen Themen der Workshops zählt auch "kritische Medienkompetenz" bzw. Kritik an digitalen Quellen.

Viele Junge täglich online

99 Prozent der zwölf- bis und 14-jährigen nutzen mittlerweile das Internet täglich – 2011 waren es noch 65 Prozent. Risiken sind gerade den Jüngsten oft nicht bis wenig bewusst – und ihren Eltern und Großeltern erst recht nicht. Daher wird auch diese Thematik für alle Alters- und Wissensgruppen aufbereitet.

"Ich gehöre zu denjenigen, die diesbezüglich vor allem positiv und enthusiastisch sind", meinte Telekom Austria CEO Alejandro Plater. "Wir sehen Internetzugang nicht nur als technische Leistung, sondern auch als soziale Verantwortung.", so Plater. Der A1 "Internet für Alle"-Campus hat mittlerweile drei fixe Standorte in Wien, Salzburg und Klagenfurt. Darüber hinaus wurden 150 Gemeinden bei einer bundesweiten Tour erreicht. (APA, 15.12.2016)

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