Europäische Satellitennavigation: Erste Galileo-Dienste gestartet

15. Dezember 2016, 13:17
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Nach jahrelangen Verzögerungen hat das Satelliten-Navigationssystem seine (noch eingeschränkte) Arbeit aufgenommen

Brüssel – Erste Dienste des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo sind verfügbar. Bürger, Unternehmen und Behörden können nun auf die Angebote zurückgreifen, wie die Brüsseler EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Mithilfe des milliardenschweren Prestigeprojekts will Europa unabhängiger vom US-Dienst GPS und dem russischen System Glonass werden.

Lange Verzögerungen

Galileo geht nach jahrelangen Verzögerungen an den Start. Ursprünglich sollten erste Dienste schon 2008 zur Verfügung stehen. Streitigkeiten zwischen den Partnerländern sorgten aber immer wieder für Verzögerungen. Hinzu kamen Kostensteigerungen und Pannen. Voll einsatzfähig soll Galileo erst ab 2020 sein, wenn 30 Satelliten im All sein sollen. Derzeit sind es 18.

Rettungsdienste, Autofahrer und Handynutzer sollen dank der Galileo-Satelliten künftige bessere Navigationsdaten nutzen können. Damit wird es laut EU-Kommission etwa möglich, auf See oder in den Bergen vermisste Menschen innerhalb von nur zehn Minuten zu finden, wenn sie einen mit Galileo verbundenen Notruf absetzen. (APA, 15. 12. 2016)

  • Künstlerische Darstellung eines der Galileo-Satelliten.
    foto: ohb

    Künstlerische Darstellung eines der Galileo-Satelliten.

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