Deutschkenntnisse von Erstklässlern sollen genauer ermittelt werden

15. Dezember 2016, 11:25
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Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung an Volksschulen kommt. Die AHS können 2017 erstmals auf ein Modulsystem umstellen

An den Volksschulen wird ab dem kommenden Schuljahr ein neues Instrument zur Überprüfung der Sprachkompetenz von Erstklässlern eingesetzt. Mit der "unterrichtsbegleitenden Sprachstandsbeobachtung" (UBS) soll jeweils am Beginn des zweiten Semesters erhoben werden, welche Kinder Probleme mit Deutsch haben, um diese dann gezielt zu fördern. Ab dem Schuljahr 2018/19 soll die UBS auch in den zweiten Klassen eingesetzt werden.

AHS können ab 2017 auf Modulsystem umstellen

Bereits mit dem Schuljahr 2017/18 können die ersten allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) auf das Modell der Neuen Oberstufe (Nost) umsteigen. Dabei wird der Lernstoff in Module unterteilt. Bei negativen Beurteilungen muss so nicht mehr eine ganze Schulstufe wiederholt werden, sondern nur die jeweiligen Module. Bis zur Matura müssen aber alle Module positiv abgeschlossen sein. Die Begeisterung darüber hält sich aber in Grenzen: Laut Bildungsministerium steigen von 347 AHS vorerst nur 25 auf dieses Modell um.

Studieneingangsphase ab Herbst für alle Studien

Auch an den Unis bringt das kommenden Studienjahr Neuerungen. So starten endgültig die neuen Studieneingangsphasen (Steop), die einen Überblick über Inhalt und Ausrichtung des Fachs geben sollen. Bisher umfasste die Steop nur Studienrichtungen, für die man keine Aufnahmeprüfung brauchte, nun wird sie auf alle an wissenschaftlichen und Kunstuniversitäten angebotenen Studien ausgeweitet.

Auch der Umfang der Steop ist nun einheitlich geregelt. Je nach Uni umfasste sie bisher einen bis 30 ECTS-Punkte, künftig soll die Bandbreite zwischen acht und 20 ECTS-Punkten liegen. Außerdem muss die Steop jetzt mehrere Lehrveranstaltungen umfassen – bisher war auch nur eine erlaubt. (APA, red, 15.12.2016)

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