Trumps Stabschef hinterfragt Medienbriefings im Weißen Haus

15. Dezember 2016, 08:10
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Besorgnis bei Journalistenorganisation

Washington – Reince Priebus, designierter Stabschef von US-Präsident Donald Trump, hat mit einer Bemerkung über die künftige Berichterstattung über das Weiße Haus Besorgnis bei Journalisten ausgelöst. In einem Interview deutete er an, dass die Praxis täglicher Briefings für die Medien hinterfragt werde. "Man kann das auch ganz anders machen", sagte Priebus, und natürlich werde das überprüft.

Man müsse eine Menge Traditionen hinterfragen, sagte Priebus. Fälschlich sagte er außerdem, fest zugewiesene Sitze im Briefing-Raum des Weißen Hauses seien eine Erfindung in der Amtszeit Barack Obamas gewesen. Tatsächlich ist seit 1981 nicht das Weiße Haus für die Vergabe der Sitze seit 1981 nicht mehr zuständig, sondern die Vereinigung der Korrespondenten aus dem Weißen Haus (White House Correspondents Association, WHCA).

Tägliche Briefings

Für die WHCA sagte Präsident Jeff Mason von der Nachrichtenagentur Reuters, er nehme Priebus' Bemerkungen mit Besorgnis zur Kenntnis. Er freue sich auf ein Gespräch mit der kommenden Regierung. Obamas Sprecher Josh Earnest sagte am Mittwoch, er empfehle der kommenden Regierung, sich vor dem möglichen Gehen neuer Wege mit einigen grundlegenden Fakten vertraut zu machen.

Der Sprecher des US-Präsidenten informiert jeden Tag, an dem der Präsident in Washington ist, über Tagespolitik und stellt sich Fragen. Die Briefings werden live auch im Internet übertragen. Sie sind eine fundamentale Quelle der Berichterstattung über die US-Regierung.

Trump hat ein sehr schlechtes Verhältnis zu traditionellen Medien. Auch Wochen nach dem Wahlsieg zieht er über sie her und beschimpft sie. Auf seinen Veranstaltungen und auf Twitter bekommt er dafür großen Beifall. (APA, dpa, 15.12.2016)

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