Mutmaßliche Zeichnung da Vincis entdeckt

14. Dezember 2016, 17:14
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Auktionshaus schätzt Wert von Skizze auf 15 Millionen Euro

Paris – Eine mutmaßliche Zeichnung des Renaissance-Meisters Leonardo da Vinci ist durch Zufall in Frankreich entdeckt worden. Die Skizze des Heiligen Sebastian habe einen Schätzwert von 15 Millionen Euro, erklärte das Pariser Auktionshaus Tajan am Dienstag. Die Studie gehört einem französischen Arzt, der anonym bleiben will.

Der Kunstexperte Patrick de Bayser entdeckte die Skizze beim Durchforsten von Werken, die Kunden dem Auktionshaus geschickt hatten. Bei der Zeichnung des Heiligen Sebastian war ein Vermerk, dass sie womöglich von Michelangelo stammen könnte. Bayser ordnete das Werk aber schnell dem Universalgenie da Vinci (1452 – 1519) zu. Die Renaissance-Expertin Carmen Bambach vom New Yorker Metropolitan Museum bestätigte die Authentizität.

Von Leonardo da Vinci sind zwei andere Studien des Heiligen Sebastian bekannt. Eine befindet sich im Bonnat-Museum der südfranzösischen Stadt Bayonne, die andere in der Hamburger Kunsthalle. Laut einer von da Vinci selbst angefertigten Liste zeichnete er acht solcher Skizzen. Die Expertin Bambach schätzt, dass die nun in Frankreich entdeckte Studie zwischen 1478 und 1483 angefertigt wurde.

Die Zeichnung entstammt vermutlich einem Skizzenheft da Vincis. Auf der Rückseite des Blattes befinden sich zwei schematische Skizzen und zwei Anmerkungen in Spiegelschrift, wie sie da Vinci häufig verwendete. (APA, 14.12.2016)

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