Frau in Bayern missbraucht: Zwei Männer aus Raum Wien verdächtig

14. Dezember 2016, 15:37
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Massengentest abgesagt

Ingolstadt/Wien – Nach dem sexuellen Missbrauch einer jungen Frau im Anschluss an einen Besuch des Münchner Oktoberfests haben die Ermittler nun zwei 21 Jahre alte Männer aus dem Raum Wien als Tatverdächtige ermittelt. Nach Angaben eines Sprechers der Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt sollen sie in den kommenden Tagen in einem Amtshilfeverfahren von der österreichischen Polizei einvernommen werden.

"Es geht darum, die Geschehnisse zu rekonstruieren", sagte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer am Mittwoch der APA. Bisher ist bekannt, dass die 23 Jahre alte Frau die Männer nach einem "Wies'n"-Besuch in einer Münchner Bar kennenlernte. Die beiden 21-Jährigen sollen das Opfer so betrunken gemacht haben, dass die Frau zu keinerlei Widerstand mehr fähig war. In diesem Zustand wurde sie in eine Wohnung in einem Ort im Landkreis Ebersberg gebracht und missbraucht. Dann durfte sie die Unterkunft verlassen und irrte zunächst orientierungslos herum, ehe sie es schaffte, Angehörige zu verständigen und Anzeige zu erstatten.

Da die 23-Jährige keine Angaben zum Tatort machen und auch die Männer nicht beschreiben konnte, entschieden sich die Ermittler ursprünglich zu einem Massengentest. In Egmating wurden 108 Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren angeschrieben und um eine Speichelprobe gebeten. Da die Polizei parallel dazu mit dem Fall an die Öffentlichkeit ging, meldete sich ein Mann, der einen Hinweis zur mutmaßlichen Tatwohnung gab. Als deren Besitzer wurde ein Geschäftsmann aus Wien ermittelt, der in dieser Wohnung im Tatzeitraum die zwei 21-Jährigen beherbergte. Zu ihnen hatten die Ermittler den Angaben zufolge Kontakt, in dem sie ihrerseits Kontakt zu dem Opfer einräumten. (APA, 14.12.2016)

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