Umstrittener Krim-Schatz soll an Ukraine zurückgegeben werden

14. Dezember 2016, 11:15
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Amsterdamer Gericht entschied Eigentumsfrage zwischen russischen Forderungen auf Halbinsel und Kiew

Amsterdam – Ein rund 2000 Jahre alter Goldschatz von der Krim soll von einem Amsterdamer Museum nach der Annexion der Krim durch Russland an die Ukraine zurückgegeben werden. Dies hat ein Gericht in Amsterdam am Mittwoch entschieden.

Die wertvollen Kunstwerke aus dem Besitz von vier Museen auf der Krim befanden sich 2014 im Archäologiemuseum der Universität Amsterdam, als Russland die zur Ukraine gehörende Krim annektierte. Das Allard Pierson Museum in der niederländischen Metropole wartete bisher auf eine Klärung der Eigentumsfrage.

Die vier Museen auf der Krim hatten erklärt, der Schatz gehöre ihnen. Die Ukraine verlangte die Rückgabe, weil es sich um nationales Kulturgut und staatliches Eigentum der Ukraine handle. Dies dürfe nicht in russische Hände fallen. Das Gericht entschied nun, der Schatz gehöre dem Staat, der ihn ausgeliehen habe. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. (APA, 14.12.2016)

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