Gambias Langzeitpräsident ficht Wahlergebnis an

14. Dezember 2016, 10:08
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Militär steht weiter zu Staatschef

Banjul – Nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl hat der seit mehr als 20 Jahren regierende gambische Staatschef Yahya Jammeh das Ergebnis offiziell angefochten. Die Wahl sei nicht fair abgelaufen, hieß es in einem Schreiben der Regierungspartei Allianz für Patriotische Reorientierung und Aufbau (APRC) an das Oberste Gericht. Jammeh solle daher als rechtmäßiger Präsident anerkannt werden.

Nach 22 Jahren an der Macht in dem kleinen westafrikanischen Staat wurde Jammeh am 1. Dezember überraschend abgewählt. Er unterlag dem Oppositionsführer Adama Barrow. Zunächst räumte Jammeh seine Niederlage ein, ruderte am Samstag aber zurück.

Forderung nach Anerkennung

Die Afrikanische Union (AU) hatten am Dienstag anlässlich einer Vermittlungsmission mehrerer Staatschefs Jammeh aufgefordert, das Wahlergebnis anzuerkennen.

Der gambische Generalstabschef Ousman Badjie sagte örtlichen Medienberichten zufolge, dass er weiterhin loyal zu Jammeh stehe. Seine Bemerkung schürte erneut Befürchtungen, dass Jammeh sich mit Hilfe des Militärs an die Macht klammern könnte. (APA, 14.12.2016)

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