Venezuelas Opposition nimmt erneut Maduro ins Visier

14. Dezember 2016, 07:35
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Parlament erklärt "politische Verantwortung" des Präsidenten für Krise

Caracas- Die Opposition in Venezuela hat einen neuen Anlauf unternommen, um den linksgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen. Die Oppositionsmehrheit im Parlament erklärte am Dienstag die "politische Verantwortung" Maduros für die schwere Krise in dem Land.

Es will die Staatsanwaltschaft auffordern, zu untersuchen, ob es Gründe für die Eröffnung eines Verfahrens gegen Maduro gibt, das zu dessen Absetzung führen könnte.

Langer Streiut

Anhänger von Maduro boykottierten die Parlamentssitzung und sprachen von einem "Staatsstreich". Der Präsident hat bisher alle Versuche der Opposition abwenden können, ihn aus dem Amt zu jagen, seit diese im Jänner die Mehrheit im Parlament bekam. Maduro kann sich dabei auf das Militär und Schlüssel-Institutionen des Staates wie das Höchste Gericht stützen.

Venezuela steckt wegen des Verfalls des Ölpreises in einer schweren Wirtschaftskrise mit drastischen Preissteigerungen. Wegen Versorgungsengpässen gab es in dem südamerikanischen Land immer wieder Unruhen und Plünderungen. (Reuterrs, 14.12.2016)

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