China kündigt Strafe für US-Autohersteller an

14. Dezember 2016, 05:53
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Vertrieb wurde seit 2014 zu Preisabsprachen angewiesen

Shanghai – Inmitten der Verstimmungen zwischen den USA und China wegen Äußerungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump kündigt China eine Strafe für einen US-Autohersteller an. Bei Untersuchungen sei herausgefunden worden, dass ein US-Autobauer seinen Vertrieb seit 2014 zu Preisabsprachen angewiesen habe, sagte ein ranghoher Mitarbeiter der staatlichen Planungsbehörden der Zeitung "China Daily", ohne den Namen des US-Konzerns zu nennen. Deshalb werde China schon bald eine Strafe gegen das Unternehmen wegen eines monopolistischen Verhaltens verhängen.

Auf dem weltgrößten Automarkt sind unter anderem die US-Firmen General Motors und Ford präsent. Niemand sollte aber etwas Falsches in den Zeitpunkt oder das Ziel der Strafankündigung hineininterpretieren, sagte der Behörden-Mitarbeiter.

Besorgte Reaktionen

Trump hatte vor wenigen Tagen die sogenannte Ein-China-Strategie der USA in Frage gestellt. Die Regierung in Peking hatte darauf besorgt reagiert. Die USA vertreten offiziell die Position, dass Taiwan Teil Chinas ist. Für die Regierung in Peking ist dies eines der heikelsten Themen überhaupt. Sie betrachtet Taiwan bis heute als abtrünnige Provinz. Anfang Dezember hatte Trump mit der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing Wen telefoniert. Es war der erste derartige Kontakt zwischen einem gewählten oder einem amtierenden US-Präsidenten und einem taiwanischen Staatsoberhaupt seit fast 40 Jahren.

Trump hat die chinesische Regierung zudem in anderen Punkten kritisiert, etwa bei deren Umgang mit dem Wechselkurs der Landeswährung Yuan, ihrem Vorgehen im Südchinesischen Meer oder ihren Beziehungen zum ebenfalls kommunistischen Nordkorea. (APA, Reuters, 14.12.2016)

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