Notfallpläne von Wells Fargo bleiben mangelhaft

14. Dezember 2016, 05:37
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Überarbeiteter Plan soll im März 2017 eingereicht werden

New York/San Francisco – Weiterer Dämpfer für die US-Großbank Wells Fargo : Die US-Aufsichtsbehörden wiesen den Notfallplan des Finanzinstituts erneut als mangelhaft zurück. Bis zur Beseitigung der Defizite würden dem Geldhaus Beschränkungen auferlegt, teilte die Einlagensicherung FDIC am Dienstag mit. Bereits im April war Wells Fargo gerügt worden.

Die Bank muss nun bis Ende März einen überarbeiteten Plan zur Abwicklung für den Notfall einreichen.

Großbanken sollen im Krisenfall nicht mehr dem Steuerzahler zur Last fallen. Um dies zu verhindern, müssen die Institute den US-Aufsehern regelmäßig detaillierte Pläne vorlegen, wie sie sich in einer Schieflage selbst abwickeln würden. Die Geldhäuser mussten schon mehrmals nacharbeiten. Die Pläne sind eine Reaktion auf die Finanzkrise 2008, als der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft erschütterte.

Die US-Aufseher hatten im April die auch die Pläne von den Großbanken Bank of America, Bank of New York Mellon , JPMorgan und State Street als mangelhaft bewertet. Diese hatten ihre Papiere aber zufriedenstellend überarbeitet.

Wells Fargo steht auch wegen Phantomkonten in der Kritik. Das Institut soll über Jahre rund zwei Millionen Konten ohne Kundengenehmigung eröffnet haben. Damit wollten Bankmitarbeiter offenbar hochgesteckte Ziele erreichen. (APA, Reuters, 14.12.2016)

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