Vermittler fordern von Gambias Präsident Anerkennung der Wahl

    13. Dezember 2016, 20:31
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    Präsident Yayah Jammeh wurde am 1. Dezember überraschend abgewählt – Nach 22 Jahren an der Macht

    Banjul – Nigerias Präsident Muhammadu Buhari und weitere Vermittler haben den abgewählten Langzeitpräsidenten Gambias zur Anerkennung des Wahlergebnisses aufgefordert. Die Afrikanische Union (AU) "lehnt jeden Versuch ab, das Ergebnis der Präsidentenwahl in Gambia zu umgehen oder umzukehren", erklärte die Organisation am Dienstag anlässlich der Vermittlungsmission mehrerer Staatschefs.

    Nach 22 Jahren an der Macht in dem kleinen westafrikanischen Staat wurde Präsident Yayah Jammeh am 1. Dezember überraschend abgewählt. Zunächst räumte er seine Niederlage ein, am Samstag ruderte er aber zurück.

    Chef der Wahlkommission ausgesperrt

    Sicherheitskräfte versperrten unterdessen den Zugang zu den Büros der Wahlkommission. Deren Chef, Alieu Momarr Njie, wurde nicht in sein Büro gelassen. Dieser hatte von Jammeh die Anerkennung des Wahlergebnisses gefordert. Der gambische Generalstaatschef Ousman Badjie sagte örtlichen Medienberichten zufolge, dass er weiterhin loyal zu Jammeh stehe. Seine Bemerkung schürte erneut Befürchtungen, dass Jammeh sich mit Hilfe des Militärs an die Macht klammern könnte.

    Die AU-Delegation, zu der unter anderem auch die liberianische Präsident Ellen Johnson Sirleaf gehörte, wollte sich auch mit Wahlsieger Adama Barrow treffen. (APA, 13.12.2016)

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