SAG schließt Werk im Pinzgau

13. Dezember 2016, 19:33
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83 Jobs gehen verloren

Wien/Lend – Die Salzburger Aluminium AG (SAG) hat am Dienstag ihr Werk in Lend geschlossen. Damit verlieren 83 Mitarbeiter im Pinzgau kurz vor Weihnachten ihren Job, berichtete der ORF Salzburg am Dienstagabend, was Konzernsprecher Hannes Rest bestätigte. Die betroffenen Dienstnehmer sind laut Rest bereits zur Kündigung beim AMS angemeldet.

Das Werk gehörte als Tochterfirma Aluminium Lend GmbH zur Materialsparte des SAG-Konzerns und wird jetzt dem Masseverwalter übergeben.

Preisdruck

Da das Alu nicht selbst erzeugt, sondern zugekauft wurde, habe man dem Preisdruck bei diesem Rohstoff, der sich in den vergangenen Monaten zugespitzt habe, schlicht nicht mehr standhalten können, erklärte Rest. Zum teuren Alu-Rohstoff käme bei den Gusslegierungen zudem ein äußerst harter Preiskampf. Die Eigentümerfamilie hatte über die vergangenen Jahre 13 Millionen Euro in die Aluminium Lend GmbH eingeschossen.

"Keiner möchte zu diesem Zeitpunkt eine solche Nachricht haben, aber es ging einfach nicht mehr anders", so Rest weiters. Es seien ja auch keine Querfinanzierungen zwischen den Konzernsparten möglich, denn die Motion-Sparte laufe gut. Erhalten bleiben in Lend daher das Hauptquartier der SAG Gruppe, die weltweit nach dem Stellenabbau weiterhin mehr als 1.100 Leute beschäftigt, und auch die Forschung und Entwicklung des Konzerns sowie die weitere Tochter Alutech.

Man werde versuchen, den betroffenen Mitarbeitern adäquate Angebote zu machen, um möglichst viele zu übernehmen. Garantien gebe es aber nicht, hieß es in einer Unternehmensaussendung. (APA, 13.12.2016)

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