Pilz schießt quer und holt sich Rüffel der Chefin

13. Dezember 2016, 12:48
1017 Postings

Nach Kritik an der eigenen Partei bezeichnet Grünen-Chefin Glawischnig die Aussagen des Abgeordneten als "verzichtbar"

Wien – Grünen-Chefin Eva Glawischnig hat am Dienstag ihrem Ärger über Peter Pilz Luft gemacht. Der Abgeordnete hatte im Ö1-"Morgenjournal" gefordert, dass die Grünen "an die Stammtische" müssen, was Glawischnig am Rande einer Pressekonferenz für eine "verzichtbare" Aussage hielt. Sie betonte auch, dass es in der Partei keine Diskussion über Linkspopulismus gebe.

Pilz sprach sich im ORF für eine kantigere Politik aus und forderte, dass die Grünen in die Wirtshäuser an die Stammtische gehen. Das sei die Aussage eines einzelnen Abgeordneten, daraus sei keine Diskussion über Linkspopulismus bei den Grünen abzuleiten, sagte Glawischnig darüber: "Es gibt einen einzelnen Abgeordneten, der bei jeder unpassenden Gelegenheit seit Jahren dasselbe erzählt."

Glawischnig: "Vielleicht ist ihm fad"

Es gebe eine klare Ausrichtung der Grünen und das Ziel, eine blaue Machtübernahme zu verhindern. Das "Rumreden" über Wirtshausbesuche – "da spricht jemand, der vom Wahlkampf nichts mitbekommen hat", so Glawischnig. "Ich mache jetzt meinem Ärger ein bisschen Luft." Außerdem merkte sie im Zusammenhang mit der Wahlwerbung für Alexander Van der Bellen an, Pilz habe "weder gespendet", noch sei er "in irgendeiner Weise sichtbar" gewesen.

Dass Pilz nun als parteischädigend obsolet sei, verneinte Glawischnig, dessen Aussagen hält sie aber für "ziemlich verzichtbar". "Populismus hat dieses Land schon genug gesehen", bekräftigte sie. "Vielleicht ist ihm fad." Gespräche habe es mit Pilz bereits gegeben: "Wir haben unzählige Male diskutiert, die Sache ist erledigt." Die Partei sei auf Wachstum ausgerichtet, dass sie sich derzeit in der erfolgreichsten Phase befinde, bestätige den Weg. (APA, 13.12.2016)

  • Für seine Querschüsse bekannt: Langzeit-Abgeordneter Peter Pilz.
    foto: matthias cremer

    Für seine Querschüsse bekannt: Langzeit-Abgeordneter Peter Pilz.

Share if you care.