Forscher entdecken extrem raren Quasikristall in Meteoriten

13. Dezember 2016, 05:30
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Florenz – Alle Kristalle von Salz bis Bergkristall lassen sich in vier Symmetrieklassen einteilen. Es gibt nur eine Ausnahme, sogenannte Quasikristalle, für deren Entdeckung Daniel Shechtman 2011 den Chemienobelpreis erhielt. In der Natur sind diese Quasikristalle extrem selten. Nun berichten Forscher um Luca Binde (Uni Florenz) im Fachblatt "Scientific Reports", dass sie den erst dritten natürlichen Quasikristall in einem Meteoritenbruchstück aus den Koryak-Bergen in Kamschatka gefunden haben.

Die Forscher vermuten, dass die fünfzählige Symmetrie des Quasikristalls (die sogenannte ikosaedrische Struktur) im Weltraum und nicht während des Aufpralls des Meteoriten auf der Erde entstand. Eine Möglichkeit wäre eine kosmische Kollision, bei der kurzzeitig extreme Drücke und Temperaturen bis 1200 Grad Celsius auftreten können. (red, 13.12.2016)

  • Der neu gefundene Quasikristall weist eine fünfzählige Symmetrie bzw. eine ikosaedrische Struktur auf.
    paul steinhardt

    Der neu gefundene Quasikristall weist eine fünfzählige Symmetrie bzw. eine ikosaedrische Struktur auf.

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