Schwimmerin Hosszu markiert Goldrekord

12. Dezember 2016, 13:18
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Ungarin eroberte bei der Kurzbahn-WM noch nie erreichte sieben Einzeltitel – Le Clos erfolgreichster männlicher Aktiver – zufriedenstellende OSV-Bilanz

Windsor (Kanada) – Sieben Goldmedaillen eines Aktiven hatte es auf Kurzbahn-WM-Ebene noch nie gegeben, Katinka Hosszu brachte es in Windsor sogar auf so viele Einzel-Titel. Als unumschränkte Königin dieser Titelkämpfe verpasste sie persönlich den Gewinn der an die USA gegangenen Medaillenwertung nur um ein Gold, hielt Russland auf Distanz. Bemerkenswert war Hosszus Schlusspunkt am Sonntag.

Mit ihren Erfolgen im Laufe der vorangegangenen Tage über 100, 200 und 400 m Lagen, 100 und 200 m Rücken sowie 200 m Delfin war noch eher zu rechnen gewesen. Der finale Triumph der 27-Jährigen über 100 m Delfin kam aber überraschend. Nie davor hatte Hosszu über diese Distanz eine internationale Medaille geholt.

Hauchdünn

Ohne an diesem Tag davor ein Rennen absolviert zu haben, legte die Olympiasiegerin alles in diesen Finallauf und fing die US-Amerikanerin Kelsi Worrell in 55,12 Sekunden auf den letzten Metern um 1/10 ab. Wieviel Hosszu die Eroberung auch dieser Strecke bedeutet, zeigte ihr Jubel. Ihr Gesamtkunstwerk in Kanada vollendeten Silber über 200 m Kraul und 50 m Rücken.

Angesichts dieser Bilanz musste sich Chad le Clos als erfolgreichster männlicher WM-Teilnehmer mit seinen drei Titeln über die Delfin-Strecken sowie Silber über 200 m Kraul fast verstecken. Der Südafrikaner fixierte über 100 m Delfin den einzigen Individualweltrekord dieser WM.

Park Tae-hwan gab nach einer Dopingsperre und folgenden Querelen mit dem südkoreanischen Verband um das letztlich erhaltene Olympia-Startrecht ein erfolgreiches Comeback. Der Kraulspezialist gewann über 200, 400 und 1.500 m und erstaunte am Sonntag, als er keine Viertelstunde nach dem 1.500er über 100 m Kraul Bronze nur um 39/100 verpasste.

Hoffnungsschimmer für Österreichs Schwimmer

Aus österreichischer Sicht ragte Rang sechs von Lena Kreundl über 100 m Lagen hervor. Ihr da fixierter OSV-Rekord, deren zwei weitere durch Felix Auböck, fünf weitere persönliche Bestleistungen und drei nationale Juniorenrekorde durch Christopher Rothbauer zeigen, dass der Pfeil bei einigen nach oben zeigt.

Jakub Maly steuerte im letzten Karriere-Jahr zwei "personal bests" bei, Birgit Koschischek blieb unter ihren Möglichkeiten. Der EM-Vierte Auböck bewies, dass auch nach seinem Wechsel in die USA weiter mit ihm zu rechnen ist.

Zweiter Saison-Höhepunkt werden die Langbahn-Weltmeisterschaften Ende Juli in Budapest sein, dann wohl wieder mit der diesmal erkrankt gewesenen Lisa Zaiser. "Natürlich ist es nur ein erster, kleiner Schritt", meinte OSV-Sportdirektor Dario Taraboi über die Windsor-Bilanz. "Aber es ist ein perfekter Impuls für die Langbahn-Saison. Es ist noch ein langer Weg, aber wir lernen gerade, ihn zu gehen." (APA, red, 12.12.2016)

  • Zum Abschluss gewann Katinka Hosszu überraschend über 100 m Delfin. Die Ungarin verließ Windsor mit sieben Goldmedaillen.
    foto: apa/afp/getty images/gregory shamus

    Zum Abschluss gewann Katinka Hosszu überraschend über 100 m Delfin. Die Ungarin verließ Windsor mit sieben Goldmedaillen.

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