Acht Tote bei Explosion eines Güterzugs in Bulgarien

12. Dezember 2016, 07:13
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Mit Gastanks beladener Zug entgleiste im Nordosten des Landes

Sofia – Bei der Explosion eines Güterzugs in Bulgarien sind acht Menschen ums Leben gekommen. Der mit Gastanks beladene Zug entgleiste nach Angaben der Behörden am frühen Samstagmorgen bei der Einfahrt in den Bahnhof von Hitrino im Nordosten des Landes. Dutzende Menschen wurden verletzt, einige schwebten noch in Lebensgefahr.

"Die Zahl der Opfer nach dem Unfall hat sich nun auf acht erhöht", teilte der bulgarische Regierungschef Boyko Borissow am Sonntag mit. Zuvor hatte Gesundheitsminister Petar Moskow mitgeteilt, dass 29 Menschen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden seien. Neun von ihnen schwebten demnach in Lebensgefahr. 23 weitere Menschen wurden weniger schwer verletzt. Borissow rief für Montag eine eintägige Staatstrauer aus und bat um Blutspenden für die Verletzten.

1.000 Einwohner evakuiert

Der Bahnhof von Hitrino, Verwaltungsgebäude und 20 Häuser wurden bei dem Unglück zerstört. Erst gegen Mittag hatte die Feuerwehr die Flammen löschen können. Die 1.000 Einwohner des Ortes wurden alle evakuiert.

Hitrino liegt hundert Kilometer nördlich der Schwarzmeerstadt Varna. Nach Angaben des bulgarischem Innenministeriums waren 200 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Gebäude standen in Flammen, eine große schwarze Rauchwolke stieg über dem Ort auf. Überall waren Trümmer zu sehen.

Der Zug war von der Schwarzmeerstadt Burgas auf dem Weg ins Nachbarland Rumänien. Die Unglücksursache ist noch unklar. Ermittler befragten bereits die drei Zugführer des Güterzugs, die das Unglück nach Angaben der Betreiberfirma Bulmarket alle überlebt haben.

In Bulgarien gibt es relativ häufig Unfälle mit Güterzügen, oft wegen veralteter oder geplünderter Gleise. Im Jänner waren in der Nähe der Stadt Dupniza im Südwesten Bulgariens acht Waggons eines Güterzugs bei hoher Geschwindigkeit entgleist. 2014 und 2015 entgleisten insgesamt fünf Züge. Tödliche Zugsunglücke sind jedoch selten. (APA/AFP, 12.12.2016)

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