Berliner "Tatort" mit Meret Becker und Mark Waschke: Top oder Flop?

    Ansichtssache11. Dezember 2016, 19:00
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    Die Kommissare tappen im "Dunkelfeld". Wie hat Ihnen diese Folge gefallen?

    Die Kommissare tappten im "Dunkelfeld". Wie hat Ihnen diese Folge gefallen?

    Bewährungsprobe für das Ermittlerpaar Ruben/Karow: Vor zwei Jahren wurde Robert Karows (Mark Waschke) Partner Gregor Maihack (Roberto Thoenelt) bei einem verdeckten Einsatz erschossen, die Todesumstände sind seither nicht aufgeklärt.

    Hatte Karow etwa selbst die Hand im Spiel? Jetzt will Kronzeuge Andi Berger (Robert Gallinowski) die entscheidende Aussage machen. Doch auf dem Weg zur Staatsanwalt geraten Karow und Berger in einen Hinterhalt. Berger stirbt, bevor er Karow sagen kann, wo das Handyvideo versteckt ist, das Maihacks Tod zeigt. Wenig später wird Maihacks Witwe Christine (Ursina Lardi) entführt, mit der Karow vor Jahren ein Verhältnis hatte. Und kurz darauf ist Karow selbst verschwunden. Nina Rubin (Meret Becker) muss gemeinsam mit Anna Feil herausfinden, wo Karow ist und ob er überhaupt noch lebt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

    Geschrieben hat diese "Tatort"-Folge Stefan Kolditz, Christian von Castelberg führte Regie.

    foto: orf/ard/oliver vaccaro

    Die Folge wird für "Karow so richtig brutal", schreibt Astrid Ebenführer im STANDARD. Sie sieht "viele Handlungsstränge, die allzu konstruiert" wirken. Immerhin: "Das Gute an 'Dunkelfeld': Jetzt, wo die Vergangenheitsbewältigung abgeschlossen ist, können sich Karow und Rubin ohne Altlasten auf neue Fälle konzentrieren."

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    foto: orf/ard/oliver vaccaro

    Nur zwei von zehn Punkten gibt der "Tatort"-Kritiker von spiegel.de, Christian Buß: "Die Verantwortlichen verheddern sich leider in dem umständlichen Erzählgeflecht ihres Krimis. Ein Höllentrip durch Hauptstadtstereotype."

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    foto: orf/ard/oliver vaccaro

    Skeptisch ist auch Kristin Lopau im Kritikerspiegel von zeit.de: "Es ist schwierig, der Geschichte zu folgen, wenn man die Hälfte vergessen hat. Außerdem gibt es Längen, und vor allem hat Rubins Sohn diese Behandlung an seinem Ehrentag nicht verdient."

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    foto: orf/ard/oliver vaccaro

    Christoph Cöln lobt auf welt.de "eine Menge starker Szenen und Dialoge und atmosphärisch dichte Bilder von Berlin ..., aber eben auch viel Leerlauf. Manchmal führten die Parallelhandlungen zu weit weg vom eigentlichen Fall, dem Mord an Maihack und dem Komplott aus Politik, Wirtschaft und organisierter Kriminalität." (red, 11.12.2016)

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