Warnung vor hoher Dollar-Verschuldung in Schwellenländern

11. Dezember 2016, 15:43
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Bank für Internationalen Zahlungsausgleich: Auch höhere Zinsen könnten Druck erhöhen

Basel – Ein weiterer Kursanstieg des Dollars und höhere Zinsen könnten nach Einschätzung der Zentralbank der Notenbanken den Druck auf die Schwellenländer erhöhen. Besonders anfällig seien Staaten, in denen nach dem Finanzboom der vergangenen Jahre die Fremdwährungsschulden gestiegen seien, erklärte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag.

"Unsicher ist, wie groß der Druck tatsächlich sein wird. Sicher ist jedoch, dass diese Entwicklungen sorgfältig zu beobachten sind", erklärte BIZ-Chefvolkswirt Claudio Borio. Dem BIZ-Quartalsbericht zufolge werden 2017 Unternehmensanleihen in Höhe von rund 120 Milliarden Dollar (knapp 114 Milliarden Euro) fällig. Das seien rund zehn Prozent des gesamten ausstehenden Bestands.

Zunehmender Protektionismus

Besonders besorgt äußerte sich Borio über die Anzeichen für einen zunehmenden Protektionismus im Welthandel. Diese Signale hätten sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. "In diesem Fall gäbe es keine Gewinner, sondern ausschließlich Verlierer." Niedrigeres Wachstum und höhere Inflation kämen niemandem zugute. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Freihandelsabkommen aufzukündigen oder nicht zu unterzeichnen sowie Zölle auf im Ausland hergestellte Produkte anzuheben, um die US-Wirtschaft gegen Konkurrenz aus dem Ausland schützen. Zudem haben in Europa in den vergangenen Jahren populistische und nationalistische Parteien Zulauf erhalten. (APA, 11.12.2016)

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