Weimarer Menschenrechtspreis für inhaftierte Iranerin

10. Dezember 2016, 20:42
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Narges Mohammadi für Einsatz als Frauenrechtlerin geehrt

Weimar/Teheran – Die in ihrer Heimat inhaftierte Iranerin Narges Mohammadi ist mit dem diesjährigen Weimarer Menschenrechtspreis geehrt. Die deutsche Stadt würdige mit der Auszeichnung den Einsatz der Frauenrechtlerin und Menschenrechtsaktivistin gegen die Todesstrafe und für Meinungsfreiheit, sagte Oberbürgermeister Stefan Wolf am Samstag.

Vorgeschlagen wurde sie von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Mohammadi sitze wegen ihres Einsatzes in Teheran im Gefängnis. Den Preis nahm deshalb am Samstagabend stellvertretend ihr Ehemann entgegen. Er lebt mit den Kindern des Paares in Paris im Exil. Die Bürger Weimars könnten die zweifache Mutter, die sich derzeit erneut in einem schlechten Gesundheitszustand befinde, durch ihre Unterschrift unterstützen, teilte die Stadtverwaltung mit. Im Rathaus würden Petitionen zur Unterschrift ausgelegt, auch Texte zur Verbreitung in sozialen Netzwerken gebe es.

Den Menschenrechtspreis vergibt die Klassikerstadt Weimar seit 1995 jährlich. Er ist Menschen gewidmet, die sich für die Ächtung von Völkermord, die Abschaffung der Todesstrafe, für die Rechte von Kriegs-und Gewaltopfern oder eine Minimierung von Waffen- und Rüstungsexporten einsetzen. 2015 war er der Ordensschwester Stella Matutina für ihren Einsatz zum Schutz der indigenen Bevölkerung auf der philippinischen Insel Mindanao verliehen worden. (APA, 10.17.2016)

  • Archivaufnahme von Nargis Mohammadi aus dem Jahr 2008.
    foto: ap photo/vahid salemi)

    Archivaufnahme von Nargis Mohammadi aus dem Jahr 2008.

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