Iran britischen Botschafter wegen Mays Äußerungen ein

10. Dezember 2016, 19:24
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Britische Regierungschefin hatte Iran als "Bedrohung" für Region bezeichnet

Teheran/London – Das iranische Außenministerium hat den britischen Botschafter in Teheran vorgeladen. Als Begründung nannte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi Äußerungen der britischen Premierministerin Theresa May bei einem Treffen des Golf-Kooperationsrates. Die Bemerkungen Mays seien unverantwortlich und destruktiv gewesen, wurde dem Botschafter Nicholas Hopton am Samstag nach Angaben von Ghassemi mitgeteilt.

May hatte bei dem Treffen vor Regierungsvertretern aus Kuwait, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Saudi-Arabien den Iran als "Bedrohung" für die Golfregion und den "weiteren Mittleren Osten" bezeichnet. Irans "aggressives Auftreten" im Libanon, Jemen, Syrien oder den Golfstaaten müsse "zurückgedrängt" werden, hatte die britische Premierministerin in Bahrains Hauptstadt Manama gesagt.

Es sei Ghassemi zufolge sehr bedauerlich, dass die Premierministerin die Tatsachen in der Region ignoriere. Im Gegensatz zu einigen Golfstaaten, wolle gerade der Iran Frieden und Stabilität in der Region und sei daher auch aktiv im Kampf gegen Terrorismus engagiert. Ghassemi hoffe, dass solche Äußerungen, die in der Vergangenheit schon zu diplomatischen Spannungen geführt hatten, sich nicht wiederholten. (APA, 10.12.2016)

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