Politikerin stellte Strafanzeige wegen Falschnachricht auf Facebook

10. Dezember 2016, 15:43
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Grüne Künast war mit angeblicher Aussage zu getöteter Freiburger Studentin zitiert worden

Die deutsche Grünen-Politikerin Renate Künast geht per Strafanzeige und Strafantrag gegen eine Falschnachricht auf Facebook vor. Künast kritisierte im Hamburger Magazin "Der Spiegel" das Online-Netzwerk zudem scharf: Solche "fake news" müssten künftig "umgehend" gelöscht werden.

Falsches Zitat

Auf diversen Facebook-Seiten wie "Widerstand deutscher Patrioten" war ein Foto von Künast samt einem angeblichen Zitat gepostet worden, wonach sie zu dem Mord einer Studentin in Freiburg gesagt habe: "Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen." Als angebliche Quelle für das Zitat wurde die "Süddeutsche Zeitung" angegeben.

Das gefälschte Zitat wurde vielerorts geteilt.

Strafanzeige gegen Gruppe

Künast stellte dem "Spiegel" zufolge Strafanzeige gegen die Macher der "Widerstand"-Seite sowie gegen unbekannt. Die Bundestagsabgeordnete kritisierte, dass es trotz der eindeutigen Sachlage gut drei Tage gedauert habe, bis der Eintrag auf der "Widerstand"-Seite gelöscht worden sei.

Mail von Facebook

Solche Falschnachrichten müssten in Zukunft sofort gelöscht werden, nachdem sie Facebook als solche gemeldet worden seien, sagte Künast. Die deutsche Politikerin erhielt dem "Spiegel" zufolge am Donnerstag ein Entschuldigungs-Mail von Facebook.

19-Jährige vergewaltigt und getötet

In Freiburg war im Oktober eine 19-jährige Medizinstudentin vergewaltigt und getötet worden. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 17-Jähriger verhaftet, der als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan eingereist war. (APA, 10.12.2016)

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    foto: imago
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