Kerry wirft syrischer Führung bei Konferenz in Paris Kriegsverbrechen vor

10. Dezember 2016, 11:55
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Beratungen über humanitäre Lage in Aleppo. Kerry wirft syrischem Regime Kriegsverbrechen vor

Paris/Damaskus – In Paris hat Samstag früh eine internationale Syrien-Konferenz begonnen. Das Treffen wird gemeinsam vom deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, dem französischen Ressortchef Jean-Marc Ayrault und ihrem katarischen Amtskollegen Mohammed al-Thani geleitet.

Auch US-Außenminister John Kerry sowie Vertreter der Türkei, der EU sowie mehrerer arabischer Staaten, welche die Gegner der syrischen Regierung unterstützen, nehmen daran teil.

Nach Angaben des französischen Außenministeriums geht es bei den Beratungen vor allem um die "tragische humanitäre Lage in Aleppo". Die Lage in der einstigen Wirtschaftsmetropole steht am Samstag auch im Mittelpunkt von militärischen und diplomatischen Expertengesprächen der USA und Russlands in Genf. Steinmeier sagte: "Das Leid der Menschen in Aleppo ist unermesslich." Es sei deshalb "moralische und rechtliche Pflicht", dieses Leid zu mindern.

Kerry hat der syrischen Führung Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. "Die rücksichtslosen Bombardierungen durch das Regime sind eine Verletzung des Rechtsgrundatzes und – in vielen Fällen – Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen", sagte Kerry

Die Regierungstruppen des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und deren Verbündete eroberten inzwischen rund 85 Prozent des von Aufständischen belagerten Ostteils der Stadt zurück. Die UNO-Vollversammlung forderte am Freitag mit breiter Mehrheit eine sofortige Waffenruhe in Syrien. 13 Länder, unter ihnen Russland, China und der Iran, stimmten gegen die Resolution. (APA, 10.12.2016)

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