Exxon-Chef ist Trumps Favorit für US-Außenamtsposten

10. Dezember 2016, 10:38
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Weiteres Treffen mit Tillerson am Wochenende – Giuliani zieht sich zurück – Goldman-Sachs-Banker im Team

Washington – Der künftige US-Präsident Donald Trump favorisiert nach Angaben aus seinem Team den Chef des Ölriesen Exxon, Rex Tillerson, für den Posten des Außenministers. Ein Mitarbeiter des Trump-Teams sagte am Freitag, der designierte Präsident habe Tillerson am Dienstag getroffen und werde am Wochenende voraussichtlich nochmals mit ihm sprechen.

Trump stellt gerade seine Regierungsmannschaft zusammen und öffnet der Wall Street dabei weiter sperrangelweit die Tore: Nach übereinstimmenden Medienberichten vom Freitag will er Gary Cohn (56) aus der Spitze der Investmentbank Goldman Sachs zu seinem wichtigsten Wirtschaftsberater machen. Der Banker würde an der Spitze des nationalen Wirtschaftsrates die gesamte Wirtschaftspolitik koordinieren.

Mit Cohn würde Trump bereits die dritte Position mit einem Goldman-Sachs-Banker besetzen. Der designierte Finanzminister Steve Mnuchin arbeitete für das Unternehmen, ebenso Trumps Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon. Während des Wahlkampfs hatte Trump noch über einen längeren Zeitraum immer wieder gesagt, seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton werde von Goldman Sachs "total kontrolliert".

New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani hat sich am Freitag aus dem Rennen um die Kabinettsposten zurückgezogen. Er habe das Trump-Team gebeten, ihn nicht mehr als einen möglichen Kandidaten für das Amt des Außenministers zu betrachten, sagte Giuliani dem Sender Fox News. Er habe seine Entscheidung getroffen, nachdem Trump den Kreis der Kandidaten erneut erweitert habe.

Neben Giuliani waren als erste der gescheiterte republikanische US-Präsidentschaftsbewerber von 2012, Mitt Romney, Ex-CIA-Chef David Petraeus und der Senator von Tennessee, Bob Corker, im Gespräch für den Posten des Chefdiplomaten. In den vergangenen Tagen hat Trump seine Suche ausgeweitet. Neben Tillerson wurde auch der frühere Ford-Chef Alan Mulally als Kandidat gehandelt. In Trumps Team wurden auch der frühere US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, und der Marine-Admiral im Ruhestand, James Stavridis, genannt. Trump kündigte für die kommende Woche eine weitere wichtige Personalentscheidung an. (APA, 10.12.2016)

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