Canadi-Pauschallob für Rapid-Spieler

9. Dezember 2016, 12:50
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1:1 gegen Bilbao Schritt nach vorn – Trainer mit EL-Abschluss zufrieden, auch wenn er im Kombinationsspiel "noch Luft nach oben" sieht

Wien – Bei Damir Canadi hat Rapids Europa-League-Abschluss eine gewisse Zufriedenheit ausgelöst. Nach dem Heim-1:1 am Donnerstag in Wien gegen Athletic Bilbao gab es vom Trainer der Grün-Weißen ein Pauschallob für seine Spieler. "Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung, auf die wir aufbauen können", erklärte der 46-Jährige.

Sein persönliches Resümee nach zwei Europa-League-Partien im Amt und sechs Punkten aus sechs Gruppenpartien fiel weitgehend positiv aus. "In Genk haben wir sehr unglücklich verloren, es wäre schön gewesen, gegen Bilbao ein Endspiel zu haben. Aber das Team hat heute sehr viel investiert und den Zuschauern mit einer guten Leistung gezeigt, dass es da ist und bereit ist zu lernen."

Gute Ordnung

Die Chance auf den Aufstieg hatte Rapid schon vor dem Duell mit den Basken verspielt. Immerhin holte man gegen den Tabellensiebenten der spanischen Liga noch ein ehrbares Resultat, das laut Canadi dank eines kompakten Auftretens in der Defensive erreicht wurde. "Wir hatten eine gute Ordnung", meinte der Wiener.

Das Offensivspiel klappte jedoch nicht nach Wunsch. "Wir haben im Kombinationsspiel natürlich noch Luft nach oben und müssen weiter an uns arbeiten." Eine Besserung trat erst ein, als Canadi mit Louis Schaub, Giorgi Kvilitaia und Torschützen Joelinton die etatmäßige Einser-Offensivabteilung einwechselte. "Sie haben uns gutgetan", sagte der Rapid-Coach.

Canadi gewährte so wie auch sein Bilbao-Kollege Ernesto Valverde einigen Stamm-Akteuren eine Pause, um Kräfte für die letzten Bundesliga-Partien in diesem Jahr am Sonntag daheim gegen Ried und eine Woche später auswärts gegen Altach zu sparen. "Wir brauchen alle Spieler, einige waren heute am Limit, deswegen muss man zu einer gewissen Rotation kommen", erklärte Canadi.

Gutes Debüt

Vom Wechselspiel profitierte unter anderen Tobias Knoflach – der Goalie kam als Ersatz für den an einer Schulterverletzung laborierenden Jan Novota zu seinem Europacup-Debüt und zu seinem insgesamt dritten Profi-Einsatz für Rapid. Dabei machte er die eine oder andere Chance von Bilbao zunichte. "Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe. Das war eine Belohnung für meine Trainingsleistungen", sagte der 22-Jährige, der in der Hütteldorfer Tormann-Hierarchie eigentlich als Nummer vier hinter Richard Strebinger, Novota und dem 19-jährigen Paul Gartler galt.

Dennoch vertraute Canadi auf Knoflach und wurde nicht enttäuscht. "Er hat eine ordentliche Leistung geboten, viel Ruhe ausgestrahlt und die Plattform für sich nützen können." Der Wiener habe sich durch seine Trainingsleistungen empfohlen. "Er hat Talent und Potenzial, das haben wir wahrgenommen", berichtete Canadi. Am Sonntag gegen Ried dürfte aber wieder Strebinger zwischen den Pfosten stehen.

Neues Gesicht

In dieser Partie könnte eventuell schon Rapids neuer Geschäftsführer Sport im Allianz Stadion Platz nehmen. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der Schweizer Fredy Bickel das Rennen machen. "Ich habe noch etwas zu erledigen, bevor ich mich konkret zu meiner Zukunft äußern kann. Mein Vertrag in Bern muss noch aufgelöst werden", wurde der 51-Jährige im "Kurier" zitiert. Bickel war beim Klub von Coach Adi Hütter im vergangenen September beurlaubt worden. (APA, 9.12.2016)

  • Sorgten für mehr offensive Akzente im Spiel Rapids: Joelinton (li), Giorgi Kvilitaia und Louis Schaub.
    foto: apa/afp/guenter r. artinger

    Sorgten für mehr offensive Akzente im Spiel Rapids: Joelinton (li), Giorgi Kvilitaia und Louis Schaub.

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