Test soll Lungenkrebs in Atemluft erkennen

    9. Dezember 2016, 11:46
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    Abseits von Röntgen und CT entwickeln Forscher neue Strategien zur Früherkennung von Lungenkarzinomen. Ein Test erkennt Substanzen in der Atemluft

    80 Prozent der Lungenkarzinom-Erkrankungen werden zu spät für eine heilende Behandlung erkannt. Dies ist ein Anreiz für die wissenschaftliche Forschung für neue Früherkennungsstrategien. Einige Projekte dazu wurden kürzlich bei der Welt-Lungenkrebs-Konferenz in Wien präsentiert.

    Der Stand der Dinge: Eine US-Studie hat vor fünf Jahren gezeigt, dass man bei schweren Rauchern ab 55 Jahren (30 Jahre täglich eine Packung oder Ex-Raucher mit langer Zeit als starke Raucher) die Mortalität durch Früherkennung mittels einer Low-Dose CT-Untersuchung pro Jahr um 20 Prozent reduzieren konnte. Doch das muss an hoch spezialisierten Zentren geschehen und ist aufwendig.

    Der israelische Pulmologe und Wissenschafter Nir Peled (Davidoff Cancer Center) und seine Mitarbeiter haben einen Atemtest auf Lungenkrebs entwickelt und getestet. Es handelt sich dabei um eine "elektronische Nase" (NaNose), welche bestimmte flüchtige organische Substanzen (VOCs) aus der Atemluft wahrnimmt und charakterisiert.

    Tragbares System

    Probanden mit gutartigen Veränderungen in der Lunge (30), Karzinomen in verschiedenen Stadien (86) und 20 gesunde nahmen an der Untersuchung teil. "Wir konnten die einzelnen Gruppen mit einer Genauigkeit von 75,6 bis 90,0 Prozent unterscheiden. Genauigkeit der Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen betrug 79 Prozent", stellten die Wissenschafter in ihrer Zusammenfassung der Ergebnisse fest. Das System sei tragbar und ohne größerem Aufwand zu verwenden, betonten sie.

    Ein anderes Verfahren aus den USA (LuCED/Visiongate) macht Zellen von Krebsvorstufen (dysplastische Zellen) unter Lichteinfluss in ihrer 3D-Struktur sichtbar. Dabei wird Licht mit den Bildverarbeitungsmethoden der Computertomografie kombiniert. Die Zellen werden aus dem Sputum gewonnen. Auch dabei konnte in Versuchsreihen hohe Genauigkeit gezeigt werden. Für eine breite Verwendung sind für alle diese Tests aber groß angelegte Studien mit eindeutigem Nachweis einer hohen Qualität der getroffenen Aussagen notwendig. (APA, 9.12.2016)

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      Der Atemtest auf Lungenkrebs konnte mit einer Genauigkeit von 79 Prozent unterscheiden, ob Patienten an einer gutartigen oder bösartigen Veränderung litten.

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