Wiener zahlen 2017 mehr für Müllentsorgung und Wasser

9. Dezember 2016, 11:20
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Auch Parken wird teurer – Gemeinderat beschließt kommende Woche das Budget für 2017

Wien – Den Wienern beschert das neue Jahr höhere Gebühren. Wie bereits im Sommer angekündigt, steigen die Tarife für Wasser, Abwasser und die Müllabfuhr. Auch die Parkscheinpreise werden erhöht, ebenso die Gebühren für Abtransport und Aufbewahrung falsch geparkter Autos.

Die Müllabfuhr wird 15 Cent teurer, der Grundbetrag für das Entleeren eines Mistkübels mit 110 beziehungsweise 120 Liter Inhalt kostet statt 4,41 künftig 4,56 Euro. Die Abwassergebühr steigt von 1,97 auf 2,04 Euro pro Kubikmeter, die "Wasserbezugsgebühr" von 1,80 auf 1,86 Euro pro Kubikmeter.

Mehrbelastung von 1,46 Euro

Laut dem Büro von Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) wird ein durchschnittlicher Haushalt durch die Maßnahmen eine monatliche Mehrbelastung von 1,46 Euro verzeichnen. Betont wurde, dass die Gebühren bei weitem nicht kostendeckend seien.

Wiener, die ihr Auto in einer Kurzparkzone abstellen, werden sich außerdem an neue Parkscheinpreise gewöhnen müssen. Die sogenannte Parkometerabgabe wird pro halbe Stunde Abstellzeit von einem auf 1,05 Euro erhöht. Die Stunde kostet dementsprechend ab 2017 nicht mehr zwei, sondern 2,10 Euro.

264 Euro fürs Abschleppen

Auch Falschparker müssen tiefer in die Tasche greifen: Mit 1. Jänner steigen die Gebühren für Abtransport und Aufbewahrung falsch geparkter Autos um neun Prozent. Das Abschleppen eines Autos wird dann 264 statt 242 Euro kosten, das Verwahren am Abschleppplatz in Simmering zehn statt neun Euro pro Tag.

Bei den Gebrauchsabgaben ist künftig für das Nutzen öffentlicher Flächen mehr zu bezahlen. Betroffen sind 20 Posten, darunter die Vorschreibungen für die Errichtung von Ladenvorbauten und Verkaufsständen. Höhere Kosten kommen auch auf die Gastronomen zu: Mit der Aufhebung der Wintersperre für Schanigärten wurden die Tarife dafür teils empfindlich erhöht. Die Wiener Linien haben keine Erhöhung der Ticketpreise geplant.

Gemeinderat beschließt Budget

Der Gemeinderat segnet kommende Woche das Budget für 2017 ab. Dem Beschluss am Dienstag geht ein zweitägiger Debattenmarathon voraus. Der Voranschlag sieht Ausgaben von 13,39 Milliarden Euro vor, denen Einnahmen in der Höhe von 12,82 Milliarden gegenüberstehen. Daraus ergibt sich eine Neuverschuldung von 569,6 Millionen Euro. (APA, red, 9.12.2016)

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