ÖBB startet Nachtzugverbindungen in Deutschland

9. Dezember 2016, 08:42
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Ab Sonntag: Deutsche Bahn setzt keine Nachtzüge mit Schlaf- und Liegewagen mehr ein

Berlin – Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag bietet die Deutsche Bahn im Fernverkehr einige zusätzliche Verbindungen an, erhöht aber auch die Preise. Zugleich stellt das Unternehmen seine klassischen Nachtzüge mit Schlaf- und Liegewagen ein. Stattdessen bieten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) acht Nachtzugverbindungen in Deutschland an, etwa halb so viele wie bisher die Deutsche Bahn.

Statt Schlafwagen bietet die Deutsche Bahn Reisenden nun in jeder Nacht acht gewöhnliche IC- und ICE-Fahrten an. Neu ist etwa eine nächtliche IC-Direktverbindung von Bremen, Osnabrück und Münster nach Freiburg und Basel. Auch zwischen Köln und Berlin werden täglich nächtliche Intercity-Züge fahren.

Zwischen Frankfurt am Main, Köln und Brüssel fahren ab 11. Dezember zwei zusätzliche ICE-Paare täglich in der Früh und am Nachmittag, freitags und sonntags soll in der Mittagszeit ein Zugpaar hinzukommen. Zwischen Frankfurt, Köln und Amsterdam werde das Angebot ebenfalls verbessert, teilte die Bahn mit.

Zusätzliche Verbindungen

Auch abseits großer Städte wird es vor allem frühmorgens, abends und zum Wochenende zusätzliche Verbindungen geben. Die Reise von München nach Kiel etwa soll einmal täglich ohne Umstieg möglich sein. Wie bereits angekündigt, werden zwischen Dresden und Köln weitgehend doppelstöckige IC-Züge rollen. Deren Einsatz war wegen diverser Mängel um rund zehn Monate verschoben worden.

Kunden zahlen durchschnittlich 1,3 Prozent mehr für ihr Ticket im ICE oder Intercity. In den Verkehrsverbünden steigen die Preise unterschiedlich stark, von 0,6 Prozent in Berlin-Brandenburg bis 2,9 Prozent in München. Wer über die Grenzen von Verkehrsverbünden hinaus in Regio-Zügen unterwegs ist, muss im Durchschnitt 1,9 Prozent mehr ausgeben. (APA, 9.12.2016)

  • Die ÖBB betreibt ab Sonntag acht Nachtzugverbindungen in Deutschland.
    foto: apa/öbb/wegscheider

    Die ÖBB betreibt ab Sonntag acht Nachtzugverbindungen in Deutschland.

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